27.07.2019 06:01 |

Helfen macht Spaß

Mit Blumen ist das Leben bunter

Wenn im Pflegewohnheim zwar die Bewohner bestens betreut werden, nicht aber der Garten, ist das ein Fall für freiwillige Helfer. Da ließ sich auch die Redaktion von „Krone Gesund“ nicht nehmen, die Blumentöpfe zu füllen.

„Seid’s Ihr die neuen Gärtnerinnen?“ Herr M. lacht über das ganze Gesicht und freut sich sehr darüber, dass sich heute etwas Außergewöhnliches tut. Der Bewohner im Caritas-Haus St. Leopold in Klosterneuburg setzt sich mit seinem Vormittagskaffee zum Gartentisch, an dem schon eifrig umgetopft wird. Die Erde klebt uns in den Haaren und unter den Fingernägeln, aber in den Blumenkisterln leuchtet es schon Pink, Rot und Rosa. Bald werden sie das Geländer auf der Terrasse des Speisesaals und den umliegenden Metalleinfassungen des Grünbereichs zieren. Wir, das sind Elisabeth Rühl (von „hello familiii“) Elisabeth Dal-Bianco (für das Freiwilligenprogramm zuständig), Claudia Handl, Natalie Kager (Pfizer) und die Autorin. Im Zuge der „Pfizer Corporate Volunteering Days“ wird Zeit in Form von Freiwilligenarbeit gespendet. Zwei bis vier Mitarbeiter sind etwa einmal pro Monat in einer sozialen Einrichtung aktiv. Seit Mai 2008 wurden in Österreich 118 solche Tage mit insgesamt 420 Teilnehmern im Ausmaß von über 2.300 Stunden organisiert - durchaus nachahmenswert! Es entstanden Partnerschaften mit der Caritas, dem Österreichischen Jugendrotkreuz und der Kinder-Krebs-Hilfe.

Pelargonien setzen und Unkraut jäten
Und so kam es auch zum Garteln für den guten Zweck. Die Bewohner und Mitarbeiter im Haus St. Leopold standen plötzlich im heurigen Frühjahr ohne Hilfe da (der frühere Gärtner erkrankte für einen längeren Zeitraum, für einen neuen Professionisten fehlte das Geld), der idyllische Grünbereich drohte zu verwildern. Die Betonkästen fristeten ein Dasein gefüllt mit den verdorrten Resten der Bepflanzung aus dem Vorjahr. Da sprang die Freiwilligentruppe ein. Krone Gesund wollte nicht nur berichten, sondern sich auch tatkräftig beteiligen. Zwei Tage lang wurde gejätet, gemäht, gerupft, eingetopft und geputzt.

Der Pflegeberuf braucht Geduld - wie der Garten
„Schön! Endlich haben wir hier wieder mehr Farbe“, freut sich auch Frau Irene. Sie ist die gute Küchenseele im Haus und mit vielen anderen Mitarbeitern auch für die Pflege der Bewohner zuständig. Keine leichte Aufgabe, aber mit Humor und Einfühlungsvermögen ein schöner Beruf, wie sie uns erzählt. Überhaupt ist die Atmosphäre liebevoll und gelöst. Wir bekommen ein Mittagessen wie alle anderen hier auch - mit Fruchtsalat als Dessert. Das lockt den charmanten Herrn M. zu den freiwilligen Helferinnen hinaus in den Garten. „Kommt’s doch bald einmal wieder“, winkt er uns zum Abschied. Was für ein wunderbarer Gruß! Der schönste seit langem.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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