15.07.2019 10:09 |

Safer Sex

Nicht ohne meinen Gummi

Weit weg von zu Hause, frei von Konventionen und Zwängen macht Sex besonders viel Spaß. Das ist es aber noch lange nicht wert, seine Gesundheit zu riskieren! Kondome gehören in jedes Reisegepäck.

Es ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Nur tun, was einem Spaß macht, neue Erfahrungen sammeln, das Leben genießen. Dass im Sommer auch die Liebe nicht zu kurz kommen sollte, versteht sich von selbst. Wenn der Reiz des Neuen dann dem schnöden Alltag gewichen ist, schleicht sich oft Unsicherheit ein: Könnte die heiße Nacht ein sogenannter „Risikokontakt“ gewesen sein? Besteht die Gefahr einer Ansteckung mit HIV? Alle, die beim Liebesspiel konsequent und in jeder auch noch so leidenschaftlichen Situation ein Kondom verwenden, dürfen aufatmen. Es bietet den besten Schutz betreffend sexuell übertragbarer Krankheiten (sexual transmitted diseases STD) wie Syphilis, Gonorrhoe (Tripper), Chlamydien, Herpes, humane Papillomaviren und eben auch HIV.

Die Botschaft ist klar: Immer und überall muss der „Gummi“ mit dabei sein und auch sachgemäß zum Einsatz (Ablaufdatum überprüfen!) kommen. Wenn man aber doch einmal alle Vorsicht in den Wind geschrieben hat und die Lust stärker als die Vernunft war, muss gehandelt werden. Im Bewusstsein der eigenen Gesundheit genauso, wie für etwaige Partner zu Hause.

Es kann jeden treffen, der sich nicht schützt
Längst besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (human immunodeficiency virus) für alle Teile der Bevölkerung, unabhängig von den sexuellen Vorlieben, vor allem im Urlaub. Besonders weit verbreitet ist HIV etwa im tropischen Afrika oder auch in Thailand. Da reicht schon ein unbedachter „Blödsinn“, wie es ein Patient ausdrückt, der bis auf dieses eine Mal noch nie seine Frau betrogen hat und dann lange Zeit nicht wagte, ihr die Wahrheit zu sagen, wodurch er sie auch noch gefährdete. Hier gilt es, Verantwortung zu übernehmen!

Was nach der Rückkehr zu tun ist, darüber klärt Doz. Dr. Alexander Zoufaly, HIV-Spezialist am SMZ Süd und Facharzt für Innere Medizin, Infektiologie und Tropenmedizin aus Wien auf: „Frühestens 1-3 Wochen nach dem Risikokontakt kann ein HIV-Test durchgeführt werden, 3 Monate danach zur Absicherung nochmals. Es können sogar mehrere Testungen sinnvoll sein, um die Diagnose zu sichern. Achten Sie auf Symptome, die typisch für eine ,Sommergrippe‘ sind - Fieber, Halsentzündung, Lymphknotenschwellung. Bei einer Untersuchung keine falsche Scham walten lassen und dem Arzt den ungeschützten Sex nicht verschweigen, damit im Fall einer Infektion so früh wie möglich eine passende Therapie eingeleitet werden kann.“

Das Ziel: Das Virus so einzudämmen, dass es nicht mehr im Blut nachweisbar und der Betroffene dadurch auch gar nicht mehr ansteckend ist. Umgekehrt sollten HIV-positive Menschen, die ja ganz besonders auf ihre Immunsituation achten müssen, vor Urlaubsantritt Informationen über wichtige Impfungen für das Reiseland einholen, rechtzeitig alle benötigten Medikamente besorgen und sich über deren Einfuhrgenehmigung unterrichten, bzw. dementsprechende ärztliche Bestätigungen ausstellen lassen, rät Dr. Zoufaly.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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