07.07.2019 06:05

Sommersport

Training mit Spaß im kühlen Nass

Faul am Strand liegen? - Ja, das muss im Urlaub sein. Und dann ab ins Wasser. Das macht Spaß und nebenbei wird beim Schwimmen der ganze Körper trainiert.

Der Druck des Wassers fördert den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen. Durch rasche Bewegung und das kühle Nass verbraucht man viele Kalorien. Der Kältereiz senkt die Herzfrequenz, verbessert den Stoffwechseltransport und kräftigt die Atemmuskulatur. Menschen mit eingeschränkter Atem- oder Herzfunktion sollten sich langsam an die Temperatur gewöhnen, um plötzliche Engstellung der Gefäße (Sauerstoffmangel) zu verhindern. Bewusst und gleichmäßig atmen. Zu viele Kilos, Gelenkprobleme? Die Beweglichkeit wird in der „Schwerelosigkeit“ gelenkschonend verbessert. Der Auftrieb reduziert das Körpergewicht bis auf ein Zehntel. Mit der richtigen Technik (im Zweifelsfall von einem Lehrer zeigen lassen) besteht keine Gefahr von Verletzung oder Überlastung.

Beim Kraulen und Rückenschwimmen werden mehr als 75 Prozent der Vorwärtsbewegungen durch die Arme bewerkstelligt. Beim Brustschwimmen ist der Krafteinsatz zwischen Armen und Beinen gleichmäßiger verteilt. Bitte beachten: Kraulen eignet sich bei Schulterbeschwerden weniger (Überlastungsgefahr). Falsche Technik beim Brustschwimmen kann zur Überstreckung der Halswirbelsäule (Kopf wird nicht eingetaucht sondern aus dem Wasser gehalten) und verstärkter Krümmung der Lendenwirbelsäule führen, Nacken-, Kreuz- sowie Knieschmerzen verursachen. Besser auf den Rücken legen. Der Luftpolster einer Badehaube trägt den Kopf und entspannt die Halswirbelsäule. Menschen mit Hüft- und Knieproblemen schwimmen am besten mit Flossen und kräftigen dabei die Beinmuskulatur vom Gesäß bis zu den Zehen. Für Gesunde ist das Wechseln der Technik empfehlenswert. Die optimalen Effekte für das Herz-Kreislauf-System erzielt man mit regelmäßigem Schwimmen, dreimal wöchentlich eine halbe Stunde lang. Zügig und ohne Pause vorwärts bewegen. Ungeübte beginnen mit kleinen Einheiten von fünf bis sieben Minuten.

Das reichhaltige Angebot an Gymnastik macht auch Spaß - vom Aquajogging (Laufen im tiefen Wasser mit Schwimmweste) über Aquawalking (Joggen mit Bodenkontakt) bis hin zu Aquarobic und Aquastep zu schwungvoller Musik. Auch der Gleichgewichtssinn und die Konzentrationsfähigkeit profitieren vom Training. Den Auftrieb zu kompensieren ist für Kraft und Koordination eine wahre Herausforderung. Der Wasserwiderstand kann durch Spezial-Hanteln und Gewichtsmanschetten erhöht werden. Je schneller die Bewegungen, desto mehr Kraft ist notwendig.

Dr. Andrea Dungl & Mag. pharm. Claudia Dungl, Kronen Zeitung

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