Übel beschimpft

Bischof gewinnt Rechtsstreit gegen Facebook

Web
15.04.2010 08:36
Ein französischer Bischof hat sich in einem Rechtsstreit gegen die Internetplattform Facebook durchgesetzt. Das Netzwerk muss Einträge von Nutzern löschen, die den Geistlichen übel beschimpfen und beleidigen, berichtete die Zeitung "L'Union" am Mittwoch unter Berufung auf den Anwalt des Bischofs. Zudem forderte das Gericht Facebook auf, die Identität der Autoren preiszugeben.

Hervé Giraud, Bischof im nordfranzösischen St. Quentin, war kürzlich Zielscheibe einer antikirchlichen Facebook-Gruppe geworden, die sich selbst den Namen "Nackt in einer Kirche hinter einem Bischof herlaufen" gab. Girauds Foto erschien als Titelbild auf der Seite mit mittlerweile knapp 24.000 Anhängern. Einige von ihnen drohten dem Bischof auch mit sexuellen Misshandlungen.

Warum die Gruppe das Foto von Giraud verwendete, ist bislang unklar. Der Bischof selbst zeigt sich überzeugt, dass er nicht persönlich gemeint sei, sondern die katholische Kirche, die er repräsentiere. Sein Foto hätten die Autoren vermutlich bei Google gefunden. Die Facebook-Gruppe samt Foto (Bild) sollte eigentlich umgehend gesperrt werden, war am Donnerstagmorgen aber noch immer zugänglich.

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