06.05.2019 13:53 |

„CyberHQ.exe entfernt“

Israelische Armee löschte Hamas-Cyberzentrale aus

Israel hat am Wochenende zum ersten Mal mit konventionellen Waffen auf einen Cyber-Angriff geantwortet und die angebliche Cyber-Kommendozentrale der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zerstört. Via Twitter verbreitete die israelische Armee - begleitet vom Bild des Plattenbaus, der sie beherbergt haben soll - die Botschaft: „HamasCyberHQ.exe wurde entfernt“.

Es war nur eines von Hunderten Zielen, die Israel im Palästinensergebiet am Wochenende angriff, doch die Bombardierung der angeblichen Cyber-Zentrale der Hamas hat Symbolwirkung. Israels Aktion - es soll der erste unmittelbare konventionelle Vergeltungsschlag nach einem Cyber-Angriff sein - zeigt, dass man bereit ist, auf Bedrohungen im Cyberspace mit realen Luftschlägen zu antworten.

Was genau für eine Cyber-Attacke dem Luftschlag am Samstag vorausgegangen war, hat Israels Armee nicht bekannt gegeben. Der „Times of Israel“ wurde mitgeteilt, die Attacke hätte „die Lebensqualität israelischer Bürger“ beeinträchtigen können. Das legt nahe, dass Infrastruktur oder Verwaltung im Visier der Hamas-Hacker waren.

Der Cyber-Angriff der Hamas konnte rasch gestoppt werden und wird von israelischen Quellen als nicht besonders hochentwickelt bezeichnet. Er reichte aber offenbar aus, um eine unmittelbare militärische Antwort mit konventionellen Waffen aufzulösen, wie „ZDNet“-Reporter Catalin Cimpanu hervorhebt. „Die israelische Antwort auf die Hamas markiert das erste Mal, dass ein Land mit unmittelbarer militärischer Gewalt in einem aktiven Konflikt auf einen Cyber-Angriff reagiert hat.“

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