Während man hierzulande schon staunt, wenn sich Roboter heiße Fußballmatches liefern, gibt es in Japan seit rund 25 Jahren die Tradition von kämpfenden Robotern. Studenten bauen Kampfroboter, die sie gegen einander fighten lassen. Derzeit statten die Box-Robos Europa einen Besuch ab.
Wenn Roboter boxen, gibt es keine blauen Augen,es kann höchstens passieren, dass die eine oder andere Schraubedurch die Gegend fliegt. In Japan zählt das Roboterboxenzum studentischen Volkssport. "Mit dem Wettbewerb locken wir dieStudenten in die Forschung", erläutert Professor Motoji Yamamoto.Für den Kampf müssen Fähigkeiten für die Maschineentwickelt werden, die für viele andere Einsatzgebiete verwendbarsind. Bei ihrer einwöchigen Deutschlandtour besuchen dieGewinner des diesjährigen "Robo-one"-Wettkampfs von der Kyushu-Universität(Fukuoka) außerdem die Universitäten Frankfurt undKaiserslautern.
Dem Champion "2325-RX" haben die Studenten einigeschöne Imponier-Gesten beigebracht: die Siegerfaust überdem Kopf oder das Bodybuilder-Muskelspiel vor der Brust. Im Kampfallerdings bleibt er meist blass. Einmal verfehlt die rechte Handihr Ziel, und der Metall-Fighter wird vom eigenen Schwung vonden Füßen geholt. Sein Gegner fällt vor Schreckgleich mit um. Allerdings können sich beide aus eigener Kraftwieder aufstellen - bereits diese Fertigkeit sorgt bei den fachkundigenStudierenden im Publikum für ein anerkennendes Raunen.
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