Di, 19. März 2019
08.03.2019 13:28

Bodyguards & Co:

So wird Facebook-Chef Mark Zuckerberg geschützt

Kugelsichere Konferenzräume, als Mitarbeiter getarnte Bodyguards und eine angebliche „Panikrutsche“: Mit einem geschätzten Vermögen von über 62 Milliarden US-Dollar ist Facebook-Chef Mark Zuckerberg ständig Bedrohungen ausgesetzt. Ein US-Medienbericht offenbart nun, wie er sich vor diesen schützt.

Todesdrohungen, Stalker oder verärgerte Nutzer - für Mark Zuckerberg, Chef des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook, gehören sie zum Alltag. Das Leben des 34-jährigen Internetmilliardärs gleicht daher dem eines Staatschefs - mit kostspieliger Bewachung rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche. Erst im Juli des Vorjahres billigte der Facebook-Vorstand jährliche Sicherheitsmaßnahmen in Höhe von zehn Millionen US-Dollar für Zuckerberg und dessen Familie, wie „Business Insider“ berichtet.

Das US-Magazin sprach mit aktuellen und ehemaligen Sicherheitskräften des sozialen Netzwerks - und gewährt so einen Einblick in den Sicherheitskomplex zum Schutz der Facebook-Führungskräfte. Mit deren Schutz betraut sind demnach aktuell mehr als 70 Personen. Sie stehen unter dem Kommando von Jill Leavens Jones, einer ehemaligen Agentin des Secret Service, dem Schutzorgan des US-Präsidenten.

Bewaffnete Bewachung, Vorab-Checks, Routenplanung
Rund-um-die-Uhr-Bewachung genießt neben Zuckerberg dem Bericht allerdings nur seine rechte Hand und langjährige Vertraute,
Facebook-Geschäftsführerin SherylSandberg. Zu den „Serviceleistungen“ zählen demnach die ständige - bewaffnete - Bewachung von Zuckerbergs Anwesen in Kalifornien (von denen zumindest eines über einen Panikraum verfügt) sowie Kontrolle der Privatpost, Vorab-Checks sämtlicher Örtlichkeiten und Personen, die Zuckerberg besucht bzw. mit denen er sich trifft, sowie die Überwachung des Verkehrs samt entsprechender Routenplanung, wenn Zuckerberg zu einem seiner öffentlichen Termine chauffiert wird.

Als Mitarbeiter getarnte Bodyguards
Sicherheit wird aber auch am Firmensitz im kalifornischen Menlo Park großgeschrieben. Denn im Gegensatz zu traditionellen Führungskräften arbeitet Zuckerberg in der Regel nicht in einem abgesperrten Büro, sondern an einem gewöhnlichen Schreibtisch inmitten eines Großraumbüros, in dem er von seinen Mitarbeitern umgeben ist. Für Schutz sollen hier neben einem Konferenzraum mit Wänden aus kugelsicherem Glas samt Panikknopf vor allem leitende Sicherheitskräfte in zivil sorgen.

„Wenn du jemals in der Nähe seines Büros warst, wirst du sehen, dass dort große, kräftige Leute sitzen und auf die Bildschirme starren. Sie geben vor, Software-Ingenieure zu sein, aber jeder weiß, dass sie Sicherheitsleute sind“, zitiert „Business Insider“ einen Facebook-Mitarbeiter. Diese achten demnach auch streng darauf, dass nicht heimlich Fotos geschossen werden: „Einmal war ich um 7 Uhr morgens dort und versuchte, ein Foto von seinem Büro (Zuckerbergs, Anm.) zu machen (er war nicht drinnen), um es an meine Familie zu schicken, aber sofort kamen drei der Männer scheinbar aus dem Nichts und baten mich, das Bild zu löschen.“

Dass sich direkt unterhalb des Büros ein Mitarbeiterparkplatz befindet, wurde übrigens ebenfalls bedacht: Unmittelbar unter jener Stelle, an der Zuckerbergs Schreibtisch steht, ist das Parken unmöglich - aus Angst vor Autobombenanschlägen.

Gerüchte über heimliche „Panikrutsche“
Unter Mitarbeitern hält sich zudem hartnäckig das Gerücht, dass es eine geheime „Panikrutsche“ gebe, über die Zuckerberg und sein Team im Notfall schnell evakuiert werden könnten. Laut „Business Insider“ bleibe die Wahrheit darüber im Dunkeln: „Eine Quelle sagte, dass sie über die Existenz eines streng geheimen Zugangs durch den Boden des Konferenzraums in das Parkhaus informiert worden sei“, schreibt das Magazin. „Aber andere sagten, sie hätten keine Kenntnis davon.“ Facebook selbst lehnte es - wenig überraschend - ab, den Bericht zu kommentieren.

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