Mi, 19. Dezember 2018

Humane Papilloma Viren

23.09.2018 06:00

Positiver Test? Schnell handeln!

Fast jeder trägt das HP-Virus in sich. Viele der mehr als 100 bekannten Arten sind harmlos, manche verursachen lästige Warzen, einige sind sogar gefährlich. Auch wer nicht erkrankt, kann den Erreger weitergeben.  

Vielen Menschen ist nicht klar, dass sich nahezu jeder - Frau, aber auch Mann - zu irgendeiner Zeit seines Lebens mit dem HP-Virus infiziert. Tests und Impfung sind wichtig, um Erkrankung sowie Übertragung zu verhindern.

Früherkennung
Durch den regelmäßigen Krebsabstrich (PAP-Test) im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung lassen sich Zellveränderungen rechtzeitig identifizieren, um bereits Vorstufen eines Gebärmutterhalskrebses zu erfassen. An Bedeutung gewinnt mittlerweile der HPV-Test, der wie ein Abstrich durchgeführt, nur anders ausgewertet wird. „Hier ist erkennbar, ob eine Infektion stattgefunden hat und um welchen Virus-Typ es sich handelt“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie, Med-Uni Wien. Er empfiehlt ihn Frauen ab dem 30. Lebensjahr.

Weitere Abklärung
Ein positiver Test ist kein Grund zur Panik. Er belegt lediglich den Kontakt mit dem Virus aber nicht, ob eine Erkrankung oder gar Gewebeveränderung vorliegt. „Bei 80 Prozent der Zellveränderungen kommt es zu Rückbildungen“, beruhigt Prof. Kölbl. Zeigt sich nach einer angemessenen Wartefrist kein Ausheilen oder liegt eine hochgradige Veränderung vor, ermöglicht eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie) die genauere Beurteilung sowie Entnahme einer Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich.

Handlungsbedarf
Frühformen und bestimmte Vorstufen eines Gebärmutterhalskrebses sind unbedingt zu behandeln, durch Medikamente, Schälkuren oder Konisation. Bei Letzterer trägt der Arzt einen kegelförmigen Anteil vom Gebärmutterhals ab. Allerdings kann sich danach das Risiko einer Frühgeburt bei Schwangerschaft erhöhen.

Wirksamste Vorsorge: Impfen!
Die HP-Viren können ein Leben lang im Körper bleiben und jederzeit aktiv sowie auf andere Menschen übertragen werden. „Schutz bietet nur die Impfung, aber sowohl von Mädchen als auch Buben. Es wird meist übersehen, dass ungeimpfte Männer nicht nur sich selbst der Gefahr einer Erkrankung aussetzen, sondern durch Übertragung auch andere“, betont Prof. Kölbl. Musste eine Frau bereits eine Konisation durchführen lassen, empfiehlt der Experte, sich auf jeden Fall impfen zu lassen. Eine Infektion hinterlässt keinen Schutz. Daher ist die Immunisierung besonders sinnvoll und reduziert deutlich das Risiko eines Rezidivs (Wiederauftreten).

Mag. Regina Modl, Kronen Zeitung

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