Nach Abmahnung

Soziale Netzwerke verpflichten sich zu mehr Datenschutz

Web
13.11.2009 12:27
Datenschutz- und Vertragsregeln Sozialer Netzwerke werden künftig verbraucherfreundlicher. Die Anbieter Xing, MySpace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen und studiVZ verpflichteten sich in Unterlassungserklärungen, bestimmte Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen nicht mehr zu verwenden. So verzichten die Anbieter etwa künftig darauf, von Nutzern eingestellte Inhalte nach ihrem Belieben zu verwenden.

Der deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte die sechs Betreiber wegen zahlreicher Klauseln abgemahnt. In der Kritik standen Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen, die Nutzer benachteiligen und den Betreibern weitgehende Rechte einräumen.

Gegenstand der Verfahren waren insbesondere Regelungen zur umfassenden Datennutzung und Datenverarbeitung, die oft ohne Einwilligung des Nutzers und weit über den eigentlichen Zweck hinaus erfolgen. Dies soll sich jetzt ändern. Bis spätestens Jänner 2010 müssen die zugesagten Änderungen umgesetzt werden.

Für den Verbraucherzentrale Bundesverband ist indes klar: Alle Betreiber Sozialer Netzwerke müssen deutlich mehr für die Nutzer und den Datenschutz tun, als rechtlich vorgeschrieben ist. "Man muss nicht immer auf Gesetze warten. Vertrauen bei den Nutzern schafft, wer freiwillig für mehr Verbraucherschutz eintritt", erklärte Vorstand Gerd Billen.

Was aus Nutzersicht zu tun ist, hat der vzbv in einem Positionspapier (siehe Infobox) zusammengefasst. Es zeigt auf, wo Nachbesserungsbedarf besteht. So sollten die Anbieter etwa für restriktive Profil-Voreinstellungen sorgen, um neue Nutzer besser zu schützen. Denn wer sich auf den Plattformen noch nicht auskennt, überblickt häufig nicht, wer welche Informationen einsehen kann.

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