Do, 15. November 2018

Perfide Betrugsmasche

19.05.2018 11:36

So schützen Sie sich vor Fake-Facebook-Freunden

Mehr als 3,7 Millionen Österreicher nutzen Facebook, um mit ihren Freunden und Familien in Kontakt zu bleiben. Das macht das soziale Netzwerk auch für Betrüger interessant. Eine der häufigsten Maschen ist der Identitätsdiebstahl: Gauner kopieren Facebook-Profile - und können ahnungslosen Betroffenen so massiv schaden, warnen Verbraucherschützer.

„Die Betrüger legen ein zweites Profil an, das dem des Opfers bis aufs Profilfoto gleicht. Dann senden sie eine Freundschaftsanfrage an alle Kontakte aus dem echten Profil und geben fadenscheinige Gründe an, warum sie eine neue Facebook-Seite eingerichtet haben. Wer diese Freundschaftsanfrage annimmt, ermöglicht den Tätern den Zugriff auf alle Informationen, die eigentlich nicht öffentlich zugänglich sind“, erläutert Barbara Steinhöfel von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Perfide Betrugsmasche
Im Anschluss folgt eine perfide Betrugsmasche: Man wird vom vermeintlichen Freund kontaktiert und unter einem Vorwand nach der aktuellen Handynummer gefragt. Ohne Verdacht zu schöpfen, folgen viele Freunde der Bitte und senden ihre Nummer. Mit dieser Nummer geht der Betrüger auf Einkaufstour, zum Beispiel bei Online-Spielen.

Um den Kauf jedoch abschließen zu können, benötigt er einen Code - welcher dem Opfer automatisch als SMS auf das Handy gesendet wird. Der Betrüger bittet dann darum, diesen Code an ihn weiter zu geben. Begründung: Er hätte den Code eigentlich an das Handy eines Freundes schicken lassen, der habe aber sein Handy verloren. Der Code würde aber dringend benötigt.

Böse Überraschung bei Handyrechnung
Kommt man dieser Bitte nach, wird sich der Handybesitzer bei der nächsten Mobilfunkrechnung sicherlich ärgern: Die Beträge belaufen sich mitunter auf mehrere hundert Euro.

Wer jetzt glaubt, er könne seinen falschen „Zwilling“ einfach melden, irrt: Meist können Betroffene die Betrüger-Profile nicht finden, denn die Täter blockieren den echten Profilbesitzer. Wer auf den Betrug hereingefallen ist, sollte sofort Anzeige bei der Polizei erstatten, empfehlen die Konsumentenschützer. Habe man Anzeige erstattet, könne man nachweisen, dass man über den Identitätsdiebstahl Bescheid wisse und darauf reagiert habe - und sich so besser gegen eventuelle Forderungen wehren.

So können sie sich vor falschen Freunden auf Facebook schützen

  • Je weniger Informationen und Bilder Sie öffentlich von sich preisgeben, desto weniger Möglichkeiten haben Täter, Ihr Profil nachzuahmen.
  • Die Freundesliste sollte unsichtbar für die Öffentlichkeit sein: Die Freundesliste sollte von „öffentlich sichtbar“ auf „Freunde“ oder noch besser auf „nur ich“ geändert werden.
  • Freundschaftsanfragen nie ungeprüft annehmen. Den Freund bei Verdacht über andere Kommunikationswege kontaktieren.
  • Fake-Profile sollten umgehend bei Facebook gemeldet werden.
  • Geben Sie niemals über den Facebook-Messenger oder andere Chat-Programme TAN-Codes oder Passwörter weiter.
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