Die Pegelstände der meisten Flüsse in Niederösterreich nähern sich historischen Tiefständen – oder haben diese längst erreicht. Die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit auf die heimischen Gewässer sind bereits dramatisch: Viele Fische verenden!
Der Donaupegel bei Kienstock, Bezirk Krems, ist am Dienstag auf ein Rekordtief von 109 Zentimetern gesunken. Normalerweise ist der Strom hier um die drei Meter tief. Die Prognosen für die kommenden Tage sagen sogar ein Absinken auf unter einen Meter voraus.
Historische Tiefstwerte bei vielen Messstellen
Und diese besorgniserregende Situation ist nicht auf die Donau beschränkt. Bedingt durch hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge verzeichnet man an allen Gewässern in Niederösterreich niedrige Wasserstände, bestätigt Günther Konheisner, stellvertretender Leiter der Wasserwirtschaftsabteilung des Landes. Bei 20 bis 30 Prozent der Messstellen liegen die Pegel schon jetzt auf historischen Tiefstwerten.
Jungfische oft chancenlos
Für die Fischbestände in den Flüssen und Bächen ist die derzeitige Lage katastrophal. „Viele Jungfische verenden“, erklärt der Wachauer Fischereiaufseher Hermann Miedler gegenüber der APA. Der Grund: In wärmeren Gewässern sinkt der Sauerstoffgehalt. So wurde bereits während der ersten Hitzewelle im Juni ein Fischsterben in der March verzeichnet. Zuletzt kamen Meldungen von verendeten Huchen aus Fischrevieren an Ybbs, Pielach und Traisen.
Bei kritischen Temperaturen an Messstellen werden die Fischerverbände alarmiert, damit sie die Tiere abfischen und in weniger kritische Bereiche übersiedeln.
Doch vor allem in Seitenarmen bilden sich wegen des Regenmangels oft Tümpel ohne Zufluss, in denen sich das Wasser auf bis zu 30 Grad erwärmt – vor allem für Jungfische ein Todesurteil.
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