Mo, 20. August 2018

Unwirtschaftlich!

03.05.2018 09:40

Nokia will Gesundheitssparte wieder loswerden

Der Ausflug von Nokia ins Geschäft mit vernetzten Waagen, Blutdruckmessern und Armbanduhren wird verlustreich und kurz. Der Netzwerkausrüster will die Gesundheitssparte, die auf Basis des Start-ups Withings aufgebaut wurde, an einen Mitgründer der französischen Firma zurückverkaufen. Wie viel der Unternehmer Eric Carreel bezahlen soll, wurde nicht mitgeteilt.

Der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern: Unter anderem müssen Beratungen mit dem französischen Nokia-Betriebsrat abgeschlossen werden.

Vor zwei Jahren für 170 Mio. Euro gekauft
Nokia hatte Withings 2016 für 170 Mio. Euro gekauft. Mitgründer und Chef Cedric Huthings wurde an die Spitze der neu geschaffenen Gesundheitssparte gesetzt, der Name Withings musste der Marke Nokia weichen. Das Geschäft kam aber nicht so recht in Gang. Nokia veröffentlicht zwar keine genauen Zahlen zu der Sparte, aber die Bereiche Gesundheit und digitale Medien zusammen kamen im vergangenen Jahr nur auf einen Umsatz von 52 Mio. Euro. Dabei seien die Erlöse im Gesundheitsgeschäft im wichtigen Weihnachtsquartal im Jahresvergleich gesunken, hieß es.

Bereich ist schon fast völlig abgeschrieben
Nokia schrieb bereits im vergangenen Jahr 141 Mio. Euro auf den Kaufpreis ab. Im Februar hieß es dann, für den Bereich sei eine „Überprüfung strategischer Optionen“ eingeleitet worden, was allem vom Verkauf bis zur Schließung bedeuten kann. Unter den Kaufinteressenten sollen Medienberichten zufolge auch Samsung und die zu Google gehörende Smart-Home-Firma Nest gewesen sein.

Mobilfunktechnik bleibt Nokias Kerngeschäft
Nokia hatte sich nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft auf Technik für Mobilfunk-Netze als Kerngeschäft konzentriert. Der Digital-Kartendienst Here wurde an deutsche Autobauer abgegeben, um Geld für die Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent zu heben. Inzwischen gibt es auch wieder Smartphones unter der Marke Nokia - sie werden aber von der Firma HMD gebaut, die eine Lizenz auf die Namensrechte bekam. Mit den Gesundheitsgadgets wollte Nokia ein weiteres Standbein neben dem hart umkämpften Netzwerk-Geschäft aufbauen.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.