16.02.2018 08:52 |

Maue Umsätze

Nokia stellt Gesundheitssparte auf den Prüfstand

Nachdem die vernetzten Waagen, Blutdruckmesser und Uhren bisher nur überschaubare Umsätze eingebracht haben, stellt Nokia sein Gesundheitsgeschäft auf den Prüfstand: Für den Bereich sei eine "Überprüfung strategischer Optionen" eingeleitet worden, teilte der finnische Netzwerk-Ausrüster am Donnerstag mit - meistens ein Hinweis darauf, dass ein Verkauf oder eine Aufgabe des Geschäfts erwogen werden. Die Analyse könne aber auch zu keinerlei Veränderungen führen, schränkte Nokia ein.

Nokia hatte 2016 den französischen Spezialisten für vernetzte Gesundheitsgeräte Withings für 170 Millionen Euro gekauft. Der Withings-Gründer und -Chef Cedric Huthings wurde als Chef der neuen Konzernsparte eingesetzt, der Name Withings musste jedoch der Marke Nokia weichen.

Das Geschäft kam bisher aber nicht so recht in Gang. Nokia veröffentlicht zwar keine genauen Zahlen zu der Sparte, aber die Bereiche Gesundheit und digitale Medien zusammen kamen im vergangenen Jahr nur auf einen Umsatz von 52 Millionen Euro. Dabei seien die Erlöse im Gesundheitsgeschäft im wichtigen Weihnachtsquartal im Jahresvergleich gesunken, hieß es.

Bereits im dritten Quartal 2017 hatte Nokia die Umsatzerwartungen für die Sparte gesenkt und deshalb 141 Millionen Euro auf den Firmenwert abgeschrieben. Damals hieß es aber noch, man wolle mit einem "fokussierteren und wendigeren Gesundheitsbereich" bei Verbrauchern und Medizinern punkten.

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