Go, Trabbi, go!

Trabant wieder da – was bleibt von der “Rennpappe”?

Motor
17.09.2009 16:32
Die DDR feiert auf der IAA in Frankfurt am Main fröhliche Urständ: Zwei Legenden des ostdeutschen Automobilbaus stehen als moderne Wiederauferstehungsversionen in den heiligen Hallen der Internationalen Automobilausstellung: der Melkus RS2000 (siehe Infobox) und der Trabant nT, dessen Namensgeber das ganze Land mobilisiert hat.

Mindestens zehn Jahre musste ein braver DDR-Bürger warten, bis ein „Trabbi“ ausgeliefert wurde. Das liebevoll „Rennpappe“ genannte Auto hatte einen Zweitaktmotor und stank und lärmte entsprechend fürchterlich.

Der Trabant nT hat mit dem Urahn bis auf den Namen und die prinzipielle Form nichts mehr gemeinsam. Die Kraft kommt nicht aus Gemisch, sondern aus Lithium-Ionen-Akkus, die für eine Reichweite von 160 Kilometern gut sind: Der neue Trabbi wird elektrisch angetrieben. 64 PS leistet der Motor und ermöglicht damit eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Der neue Trabant ist zwar ein Showcar, aber auch komplett ausgestattet, inklusive Klimaanlage und Fensterheber. Auf 3,95 Meter Länge steht da ein flott gestalteter Stadtflitzer mit Lifestyle-Ambitionen.

Ob das Auto in Serie geht, steht noch nicht fest. Spezialfahrzeugbauer IndiKar, der den nT entwickelt hat, sucht einen Investor, der 30 Millionen Euro in das Projekt steckt.

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