Käufer vor dem Aus

Verkauf von Pirate Bay endgültig geplatzt

Web
10.09.2009 10:15
Der Verkauf der international heftig umstrittenen Internetbörse Pirate Bay ist wahrscheinlich endgültig geplatzt. Wie die Stockholmer Börse am Mittwoch mitteilte, ist der als potenzieller Käufer auftretende IT-Dienstleister Global Gaming Factory (GGF) auf Dauer vom Aktienhandel ausgeschlossen worden. Als Grund nannte das Disziplinarkomitee der Börse anhaltende Falschinformationen.

GGF wollte Pirate Bay für umgerechnet 5,5 Millionen Euro kaufen und in eine legale Tauschbörse gegen Gebühren für Filme, Musik und Computersoftware umwandeln. Bereits im August waren allerdings massive Zweifel aufgekommen, ob GGF die nötigen Mittel für den Kauf aufbringen kann.

Pirate Bay wird seit Jahren vor allem von der Film- und Musikindustrie bekämpft und juristisch verfolgt, weil die Nutzer den Dienst als Plattform für den gegenseitigen Austausch von raubkopierten Filmen, Musik und Software nutzen können. Vier Verantwortliche wurden daher in Stockholm zu Haft und hohem Schadenersatz verurteilt. Nicht zuletzt dieses Urteil galt als Hintergrund für die Initiative zum Verkauf.

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