Internet-Betrüger

Duo verkauft Artikel – Waren nie geliefert

Web
01.07.2009 14:26
Ein 58-jähriger Rumäne soll zusammen mit einem noch unbekannten Komplizen seit 2007 auf Online-Plattformen für Elektronikartikel Geld kassiert, aber keine Ware geliefert haben. Die Täter eröffneten dafür unter falschen Namen 23 Konten in Österreich. Bisher gibt es insgesamt 302 Geschädigte, die Schadenssumme beträgt den Wiener Ermittlern zufolge rund 260.000 Euro. Die Fahndung verlief vorerst erfolglos; die Polizei vermutet, dass eine internationale Täterbande dahintersteckt.

PCs, Notebooks, Kameras und Zubehör boten die beiden Männer auf Websites wie eBay.at und Willhaben.at zum Kauf an. Kunden aus Österreich, Deutschland, USA, Portugal, Spanien, Italien und anderen Ländern zahlten dafür auf Konten bei österreichischen und deutschen Banken ein - diese waren aber in Wien und Berlin unter Vorlage von gefälschten Dokumenten mit 23 Falschnamen wie Marc Nelson, Roberto Rocca oder Giannis Agaton von den beiden Männern eröffnet worden. Ihre erstandenen Waren erhielten die Opfer jedoch nicht.

eBay-Accounts und E-Mail-Adressen gehackt
Der Stein geriet ins Rollen, als Banken erste Zweifel hegten und sich ebenso wie einige Geschädigte an die Exekutive wandten, berichtete Bezirksinspektor Mario Hejl vom Landeskriminalamt. Die Verdächtigen sollen auch eBay-Accounts und E-Mail-Adressen gehackt haben, weshalb die Kriminalisten eine internationale Bande vermuten.

Die Täter konnten zum Teil beim Abheben des Geldes gefilmt werden; auch Kontenöffnungen wurden durchgeführt - so kamen die Wiener Ermittler den Betrügern auf die Schliche. Gefasst werden konnten die beiden Männer jedoch bislang nicht.

Die Polizei bittet um Hinweise an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 31310-33450.

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