"Zu vulgär"

China sperrt Google wegen obszöner Inhalte

Web
25.06.2009 12:12
Weil Google mit der englischen Version seiner Suchmaschine der Verbreitung obszönen Materials Vorschub leisten soll, hat die chinesische Regierung am Mittwochabend den Zugriff auf einige Google-Dienste gesperrt. Google müsse sich in China streng an die geltenden Gesetze halten, sagte Außenamtssprecher Qin Gang am Donnerstag.

Nachdem eine chinesische Meldestelle für "illegale Internet-Informationen" Google erst kürzlich vorgeworfen hatte, Links zu "vulgären und obszönen" Websites über seine Suche anzubieten, sperrte die Regierung am Mittwochabend rund eine Stunde lang den Zugriff auf einige Google-Dienste. Weder die Hauptseite der Internetsuche noch die chinesische Version waren erreichbar. Qin Gang bezeichnete die gegen Google ergriffenen Strafmaßnahmen als gesetzeskonform.

Unterdessen forderte die US-Regierung die Behörden Chinas auf, auf ihre Pläne für die Einführung eines Internet-Filters auf allen neu verkauften PCs zu verzichten. In einem Brief an die zuständigen Behörden in Peking erklärten Wirtschaftsminister Gary Locke und der Handelsbeauftragte Ron Kirk, die Anordnung könnte einen Verstoß gegen die chinesischen Verpflichtungen zum freien Handel darstellen. Auch hätten die PC-Hersteller nicht genügend Zeit gehabt, um die Anordnung umzusetzen.

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