Wegen der Vermarktung des Internet Explorers zusammen mit seinem weit verbreiteten Betriebssystem Windows wirft die EU-Kommission dem US-Softwareriesen vor, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. Laut EU-Kommission verstößt der Verkauf von Internet Explorer und Windows im Paket gegen EU-Regeln.
Die EU-Kommission in Brüssel reagierte am Donnerstagabend zurückhaltend auf die Ankündigung von Microsoft, Windows 7 ohne einen vorinstallierten Browser in die Läden bringen zu wollen. In dem laufenden Verfahren solle bald eine Entscheidung fallen, hieß es in einer Erklärung. Wenn die Kommission einen Verstoß von Microsoft gegen EU-Wettbewerbsregeln feststelle, werde als mögliche Lösung vorgeschlagen, dass den Verbrauchern eine Auswahl von verschiedenen Browsern angeboten werde, nicht eine Auslieferung des Betriebssystems ganz ohne ein solches Programm.
Microsoft hatte sich bereits eine Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU in Höhe von fast 500 Millionen Euro eingehandelt, weil das Unternehmen seinen Media Player mit Windows gekoppelt hatte.
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