Sicherheits-Check

Der große Crashtest für den Browser

Web
17.02.2009 11:07
Das World Wide Web hat sich gewandelt: von einfachen Texten hin zu vielfältigen Inhalten mit eingebundenen Animationen, Filmen oder etwa Spielen. Die Verwendung von Techniken wie Javascript, ActiveX oder VBScript zur Darstellung dieser immer komplexer werdenden Web-Funktionen birgt allerdings Risiken. Programmierfehler schleichen sich ein und mit ihnen Schwachstellen, die sich von Cyber-Kriminellen gezielt ausnutzen lassen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, schickt krone.at deinen Browser zum kostenlosen – und völlig ungefährlichen - Crashtest.

Laut einer Studie der ETH Zürich von 2008 surfen über 600 Millionen Nutzer mit Browsern, die als "nicht sicher" einzustufen sind durch das Internet. Demnach würden 52,4 Prozent der Internet-Explorer-Nutzer, 16,7 Prozent aller Firefox-Nutzer und 43,9 Prozent aller Opera-Nutzer mit veralteten Browser-Versionen und nicht-aktualisierten Plugins surfen. 

Dem Missbrauch durch Cyber-Kriminelle wird damit Tür und Tor geöffnet. Denn ist eine Schwachstelle erst einmal ausfindig gemacht, lassen sich über speziell präparierte Websites beispielsweise leicht Dateien auf der Festplatte ausspionieren oder – schlimmer noch – Viren und andere Computerschädlinge einschleusen.

Software immer auf dem neuesten Stand halten
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher nicht nur seinen Browser, sondern auch andere Programme regelmäßig auf Updates überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Eine kostenlose Software wie der "Personal Software Inspector" (siehe Infobox) hält automatisch nach Aktualisierungen Ausschau und informiert Nutzer über entsprechende Updates.

Nicht alle Sicherheitslücken lassen sich jedoch mit Hilfe eines Patches stopfen, manchmal müssen auch bestimmte Funktionen eines Browsers – etwa ActiveX-Steuerelemente - erst deaktiviert werden, um Schlimmeres zu vermeiden. Für den Nutzer bedeutet dies leider: Ein Grundrezept für sicheres Surfen gibt es nicht, vielmehr gilt es abzuwägen, ob man zugunsten der Sicherheit auf gewisse Annehmlichkeiten beim Surfen verzichten oder doch bestimmte Risiken in Kauf nehmen möchte.

Missbrauchspotenzial erkennen und beheben
Sogenannte "Browser Security Tests" wie jener der belgischen Sicherheitsfirma "Scanit" helfen, dass Missbrauchspotenzial einzelner Browser-Funktionen zu demonstrieren und zeigen, welche Schwachstellen im Browser vorhanden sind – und wie diese zu beheben sind. Ein Klick auf "Start the test" genügt, um mit Hilfe der kostenlosen Online-Anwendung den eigenen Browser auf bekannte Schwachstellen - die meisten von ihnen Microsofts Internet Explorer oder Mozillas Firefox betreffend - abzutasten. 

Oberstes Ziel des Tests ist es, den Browser zum Absturz zu bringen. Zu diesem Zweck versucht sich die Anwendung etwa über Apples Quicktime-Applikation einzuschleusen oder fingiert Angriffe auf den Browser, die jedoch völlig harmlos sind und trotz Aufschrei von Virenscanner oder Firewall kein Grund zur Beunruhigung sind. Sollte der Browser während des Tests abstürzen, genügt es, die Website erneut aufzurufen.

Ob der Browser verletzbar ist oder nicht, bekommen Nutzer am Ende des nur wenige Minuten dauernden Tests bescheinigt. Sollten Schwachstellen vorhanden sein, listet "Scanit" diese auf und gibt zugleich Auskunft darüber, wie sich die Probleme beheben lassen. Wer des Englischen nicht mächtig ist, findet alternativ über die Schweizer Website "Security Check" einen vergleichbaren Test sowie einen umfangreichen Sicherheitsratgeber in deutscher Sprache.

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