Spieß umgedreht

Persönliches von Google-Chef Brin im Internet

Web
05.08.2008 14:26
Das Vorhaben Googles, mit Kameras ganze Straßenzüge samt Autos und Passanten abzufotografieren und in den eigenen Dienst "Street View" zu integrieren, stößt aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken nicht überall auf Gegenliebe. Die US-Bürgerrechtsorganisation "National Legal and Policy Center" (NLPC) hat nun den Spieß umgedreht und mit Hilfe von "Street View" persönliche Daten über Google-Gründer Sergei Brin gesammelt und im Internet veröffentlicht.

Um ihren Vorwurf, "Google Earth" und "Street View" würden die Privatsphäre unbescholtener Bürger verletzen und kriminelles Verhalten fördern, zu untermauern, sammelten die Bürgerrechtler von NLPC mittels Google-Anwendungen Daten über Firmengründer Sergei Brin.

In einem Online-Dokument (siehe Infobox) kann nun jedermann sehen, welche Autos in der Auffahrt von Brins Anwesen im kalifornischen Palo Alto stehen, welches Gärtnerunternehmen womöglich die Hecke schneidet oder etwa welche Route Brin aller Wahrscheinlichkeit nach allmorgendlich zu seinem Arbeitsplatz nimmt.

Der Aktion vorausgegangen war eine Klage des US-Ehepaares Boring aus Pittsburg gegen die Ablichtung seines Anwesens samt anschließender Veröffentlichung im Internet. Google ließ daraufhin zwar das entsprechende Bildmaterial entfernen, merkte aber an, dass selbst in der Wüste keine Privatsphäre mehr existiere. Auf den Bildern erkenne man nicht mehr als jeder Passant oder Postbote auch, zudem lasse sich das Anwesen auch mit Satelliten oder tief fliegenden Flugzeugen aufnehmen, so die Google-Anwälte.

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