mail:to-Links mit Gmail oder Yahoo!
Ein leidiges Problem aller Webmail-User. Man klickt (absichtlich oder aus Versehen) auf einen mail:to-Link in einer Website - und schon stört ein sich öffnendes E-Mail-Programm am Computer beim Surfen. Dabei hat man vielleicht gar keine E-Mail-Konten konfiguriert. Firefox 3 kann man jetzt befehlen, dass er beim Klicken auf mail:to-Links automatisch das Webmail-Postfach öffnet - zumindest, wenn das Postfach bei Yahoo! Mail oder Google Mail gehostet wird.
Und so geht's: Für Yahoo! Mail ist die Funktion in Firefox integriert. Man geht auf Extras, dann auf Optionen. Unter Anwendungen findet sich nicht nur die Dateitypenzuweisung auf Plugins und Applikationen, es gibt auch einen Punkt mailto. Hier lässt sich fixfertig Yahoo! Mail als favorisierter Account auswählen.
Bei Gmail muss ein bisschen gehackt werden: In der Adresszeile einfach about:config eingeben. Es erscheint eine wunderbar zynische Warnung, man würde nun seine Garantie verlieren. Man ignoriere diese. Bei Filter tippt man nun gecko.handlerservice ein. Auf gecko.handlerServiceAllowRegisterFromDifferentHost klickt man doppelt drauf. In die Adresszeile muss nun folgender Code: javascript:window.navigator.registerProtocolHandler("mailto","https://mail.google.com/mail/?extscr=mailto&url=%s","GMail") Jetzt kann man im Anwendungen-Menü bei den Optionen Gmail als bevorzugten Webmail-Dienst auswählen, fortan erscheint bei mail:to-Links ein Popup. Für andere Anbieter finden sich im Web noch keine Lösungen, das sollte aber nur eine Frage der Zeit sein.
Alle gespeicherten Passwörter finden
Oft passiert es, dass man Passwörter für E-Mail- oder Social-Networking-Accounts vergisst, weil man sie vom Browser automatisch eintippen lässt. Will man sich etwa auf seinem Facebook-Account jetzt mit dem neuen iPhone einloggen, so steht man vor verschlossener Tür. Wie war das Passwort nocheinmal?Firefox 3 gibt gespeicherte Passwörter ganz ohne Hacking frei: Man klicke Extras, dann auf Optionen, dann auf Sicherheit. Nun wählt man in der Passwörter-Abteilung den Button gespeicherte Passwörter - und schon erscheint eine Liste mit URLs, Usernamen und Passwörtern.
Awesome Bar ("Wunderbar") hacken
Die neue Adresszeile des Firefox, die beim Eintippen von Internetadressen Suchvorschläge macht, heißt im Mozilla-Fachsprech "Awesome Bar" - und lässt sich vortrefflich hacken. Wer die Dauerberatschlagung durch die "abgefahrene Adresszeile" nervig findet, kann sie komplett ausschalten. Funktionieren tut das mit dem Tool "Oldbar", das die Machenschaften der neuen Adresszeile zwar nicht abstellt, aber zumindest kaschiert. Siehe Infobox!
Wer vermeiden will, dass Firefox Bookmarks in den Ad-hoc-Suchergebnissen anzeigt (was nämlich ziemlich nervig sein kann, wenn man 100+ Bookmarks hat und eigentlich etwas Neues sucht), tippe wieder about:config ein. Bei browser.urlbar.matchOnlyTyped ändert man den Wert per Doppelklick von true auf false.
Zoom-Funktion hacken
Ein tolles Feature bei Firefox ist die Zoomfunktion (Strg+ oder zum auszoomen Strg-)für Websites. Wer viel im Internet liest und möglicherweise nur einen kleinen Notebook-Bildschirm zur Verfügung hat, verwendet die Funktion gerne um seine Augen zu schonen. In Firefox 3 merkt sich der Browser die Zoomeinstellung für eine Website, was aber manchmal nicht zielführend ist, wenn man etwas extrem nah heran geholt hat oder beim nächsten Besuch einfach einen Blick aufs Ganze haben möchte. So stellt man die Funktion ab: Man tippe wieder about:config ein. Diesesmal muss bei browser.zoom.siteSpecific der Wert auf false gesetzt werden.
Alte Extensions wiederbeleben
Erstmals gab es bei Firefox 3 ein Upgradeproblem. Zwar nicht mit der Applikation selbst, aber mit älteren Add-Ons, die nicht oder nicht sofort für den neuen Release umgeschrieben wurden. Firefox unterschlägt diese dann. Hier ist, wie man sie wieder zurück bekommt: Man tippe about:config ein und scrolle runter zu extensions.checkCompatibility und extensions.checkUpdateSecurity. Bei beiden Einträgen setzt man den Wert von true auf false.
Bonus: Roboter-Easter-Egg
Dass die Firefox-Entwickler Sinn für Humor haben, beweist schon die Warnung im Konfigurationsmenü. Mit einem Easter-Egg in Firefox 3 setzen sie dem Spaß noch eins drauf: Tippe about:robots ein!
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