Wenige Wochen vor der Hauptversammlung steht Yahoo!-Chef Jerry Yang angesichts massiver Aktionärskritik unter Zugzwang. Yahoo habe frühere Gespräche mit dem Portal-Betreiber AOL aus dem Time-Warner-Konzern wieder aufgenommen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Time Warner sucht dringend nach einer neuen Strategie für das kriselnde Internetgeschäft.
Eine Kombination mit Yahoo war bereits im Frühjahr im Gespräch. Kontakte gebe es auch mit Murdochs Medienkonzern News Corp., der etwa das Online-Netzwerk MySpace betreibt, so das Blatt. Microsoft wiederum lotet bei beiden Unternehmen laut früheren Berichten die Chancen für eine gemeinsame Übernahme und anschließende Aufspaltung von Yahoo aus.
Multi-Milliardär will Yahoo-Verkauf durchboxen
Bei der mit Spannung erwarteten Yahoo-Hauptversammlung am 1. August will der kritische Großaktionär und Multi-Milliardär Carl Icahn den Verwaltungsrat mit eigenen Vertrauten besetzen lassen. Sein Ziel ist die Ablösung Yangs, um doch noch einen Kauf durch Microsoft zu erzwingen.
Microsoft wollte den ursprünglichen Plänen zufolge mit einer Komplettübernahme von Yahoo im lukrativen Geschäft mit Internet-Werbeanzeigen zu Marktführer Google aufschließen. Weil sich Yahoo gegen das zunächst 44,6 Milliarden Dollar (28,1 Milliarden Euro) schwere Angebot sperrte, zeigte der Softwareriese zuletzt nur noch Interesse an der Suchmaschinensparte. Auch dies lehnte Yang jedoch ab.
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