Der weltweite Umsatzausfall für die internationalen Hersteller kletterte demnach um 8 Milliarden auf 48 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 31 Milliarden Euro), so das Ergebnis der Studie des des Marktforschungsinstitut IDC, die im Auftrag der Business Software Alliance durchgeführt worden ist. Dafür ermitteln die Marktforscher die Zahl der verkauften Computer und schätzen den durchschnittlichen Softwarebedarf.
In den USA wird am wenigsten geklaut
Aber nicht nur in Österreich sondern auch in vielen westlichen Staaten sei die Piraterierate 2007 leicht gesunken, heißt es. Der Umsatzausfall sank entweder oder stagnierte. EU-weit verringerte sich der Anteil raubkopierter Software von 36 auf 35 Prozent, die Schadenssumme sank trotz der Erweiterung des Staatenbundes um Bulgarien und Rumänien von 8,8 auf 8,5 Mrd. Euro. EU-weit hat Luxemburg die niedrigste Piraterierate (21 Prozent). Im internationalen Ranking liegt das Land hinter den USA (20 Prozent) auf dem zweiten Platz. Im Amiland wird also am wenigsten geklaut.
Als weitere "Musterknaben" gelten Neuseeland mit einer Piraterierate von 22 Prozent, Japan (23 Prozent), sowie Belgien, Dänemark, Finnland, Österreich, Schweden und die Schweiz (je 25 Prozent).
"Patentrezept gegen Softwarepiraterie"
Die Erfahrungen der BSA würden zeigen, "dass es ein Patentrezept gibt, mit dem Softwarepiraterie bekämpft werden kann", sagte der BSA-Direktor für Zentral- und Osteuropa, Georg Herrnleben. Dieses umfasse unter anderem Aufklärungsarbeit, Maßnahmen der Regierungen, effektive Strafverfolgung und Legalisierungsprogramme. Mit Jahresende 2007 waren weltweit über eine Milliarde PCs im Einsatz, und beinahe jeder zweite davon setzte Raubkopien ein, erklärte IDC-Chief Research Officer, John Gantz.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.