"Inzwischen hört sich jede Band nach der Fertigstellung eines Stückes die Musik sofort auf dem iPod an", so Alan Douches, der in der Vergangenheit mit Fleetwood Mac gearbeitet hat, gegenüber dem Wall Street Journal. "Heute glauben junge Musiker, dass MP3 ein hochqualitatives Medium ist und iPods State-of-the-Art sind."
"Die Tonqualität von MP3 ist nicht gut und aus audiophiler Sicht stimme ich zu", sagt Peter Rantasa, Direktor des Music Information Center Austria (mica). "Aber die Qualität wird durch die Nachfrage der Konsumenten bestimmt. Unterschiedliche moderne Nutzungsanwendungen - wenn man sich beispielsweise mit dem iPod in einer geräuschreichen Umgebung bewegt - erfordern nicht höchste Tonqualität. Ebenso wenn ich Musik nur als Untermalung im Hintergrund laufen lasse."
Nichtsdestotrotz geben auch Gegner des MP3-Standards zu, dass sie selbst iPods besitzen und zu schätzen wissen, wie sie zur Verbreitung von Musik beigetragen haben. Es sei lediglich bedauerlich, dass die Geräte technische Standards für die Produktion von Musik setzten. Höchste Audioqualität sei jedoch heute kaum mehr ein Wettbewerbsvorteil, erklärt Rantasa. "Ich glaube, dass es sehr schwer ist, audiophile Konsumenten zu finden. Das mediale Zeitbudget wird heute anders ausgenutzt. Kaum jemand findet Zeit, sich eine Schallplatte stundenlang zu Hause anzuhören." (pte)
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.