Nach jahrelanger Forschungsarbeit ist es Philips
gelungen, Prototypen von ultradünnen, großflächigen,
aufrollbaren Displays zu fertigen. Demnächst sollen die Folien
bereits industriell hergestellt werden. Auf einer ultradünnen
Plastikfolie ist die Treiberelektronik integriert, die mit einer
Schicht aus "elektronischer Tinte" Bilder und Texte darstellen
kann. Die Erfindung könnte die Entwicklung von elektronischen
Büchern, Zeitungen und Zeitschriften erheblich beschleunigen,
da Laptops zu sperrig und Mobiltelefone zu klein sind, schreibt
Philips in einer Aussendung. Die Displays bestehen aus einer 25
Mikrometer dicken Aktiv- Matrix- Basisschicht, die die Pixel- Steuerung
in Form von Elektronikkomponenten aus Kunststoff enthält,
und einer 200 Mikrometer (m) dicken Schicht auf der Vorderseite
bestehend aus 'elektronischer Tinte'. Nach Angaben des Herstellers
sei das Folien- Display genauso lesefreundlich wie Papier und verbrauche
sehr wenig Energie. Derzeit gebe es die Möglichkeit rund
5000 solcher Displays pro Jahr herzustellen, diese Zahl soll aber
noch stark erhöht werden.