Yahoo wolle so einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Internetnutzer bleiben, so sollen auch mehr Werbeeinnahmen lukriert werden, so Yahoo-Manager Blake Irving. Diese Ambitionen sind jedoch nicht neu, waren sie doch auch schon von anderen Managern vor ihm zu hören, die jedoch scheiterten.
Aber der alte Schwung aus den 1990er-Jahren kam nie wieder und Yahoo fiel stattdessen im Wettbewerb der Suchmaschinen immer weiter hinter Google zurück. Das Aufkommen und die wachsende Popularität von Netzwerken wie Facebook haben die Aufgaben nicht leichter gemacht, denn die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit das Geld der Werbeindustrie wandern immer mehr in diese Richtung.
Das sich verändernde Klima bekam auch die Yahoo-Aktie zu spüren, deren Wert sich halbierte, seit ein anderer Ex-Vorstand, Yahoo-Mitgründer Jerry Yang, im Mai 2008 ein Übernahmeangebot von Microsoft über 47,5 Milliarden Dollar (36,3 Milliarden Euro) ablehnte. Nun versucht Yahoo, die sozialen Netzwerke nicht mehr zu bekämpfen, sondern zum eigenen Vorteil zu integrieren.
Der große Wert, den Yahoo auf die Überarbeitung des Mail-Angebots legt, ist dadurch zu erklären, dass Yahoo-Mail in den USA immer noch der führende Dienst in diesem Bereich ist und hier (Mai 2010) mit 95 Millionen Nutzern vor Hotmail von Microsoft mit 47 Millionen und Googles Gmail mit 43 Millionen liegt.
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