WM-Zoff

„Unprofessionell!“ Abgesagter Test sorgt für Ärger

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Von krone Sport

Kurz vor der Weltmeisterschaft sorgt ein abgesagtes Trainingsspiel für Ärger zwischen Norwegen und Schottland. Die Schotten strichen den Test kurzfristig, die Norweger reagieren mit scharfer Kritik.

Eigentlich hätten sich Norwegen und Schottland am Montag zu einem letzten Test vor der Weltmeisterschaft gegenüberstehen sollen. Doch daraus wurde nichts. Die Schotten sagten das geplante Duell kurzfristig ab – und lösten damit großen Unmut beim Gegner aus. Möglich war die spontane Absage nur deshalb, weil es sich nicht um ein offizielles Länderspiel gehandelt hätte. „Es hätte nur ein einstündiges Trainingsspiel auf unserem Gelände sein sollen“, erklärte Schottlands Teamchef Steve Clarke über den hinter verschlossenen Türen geplanten Test.

Schottland-Coach Steve Clarke
Schottland-Coach Steve Clarke(Bild: AFP/KARA DURRETTE)

Bei Norwegen sorgte die Entscheidung dennoch für Unverständnis. „Für mich war das sehr überraschend“, sagte Teamchef Stale Solbakken gegenüber NRK. Der ehemalige Trainer des 1. FC Köln legte nach: „Es ist einfach enttäuschend und unprofessionell, dass ihr Trainer mich nicht anruft; dass sie es uns erst nach unserem Training sagen. Wir hatten uns dabei ein bisschen auf dieses Spiel ausgerichtet.“

Auch Ex-Nationalspieler Brede Hangeland, heute Funktionär beim norwegischen Verband, bezeichnete den Umgang der Schotten mit dem seit Monaten vereinbarten Test als „schwach“.

Norwegen-Trainer Stale Solbakken
Norwegen-Trainer Stale Solbakken(Bild: GEPA)

Zweifel an Begründung
Als Grund für die Absage nannte Schottland gesundheitliche Probleme im Kader. Nach dem Test gegen Curaçao musste die Mannschaft bereits auf Top-Star Billy Gilmour verzichten, zudem sollen weitere Spieler angeschlagen gewesen sein. „Aber vergangene Woche hat es bei uns ein, zwei Wehwehchen gegeben, weshalb wir entschieden haben, dass es das Risiko nicht wert ist“, erklärte Clarke. Aston-Villa-Star John McGinn verteidigte die Entscheidung: „Unser Job ist es, nach Schottland zu schauen. Wir wollen keine weiteren Spieler verlieren.“

Bei den Norwegern stößt diese Erklärung allerdings nicht überall auf Zustimmung. Solbakken äußerte zumindest Zweifel an der Begründung der Schotten.

Für beide Nationen beginnt die Weltmeisterschaft bereits in wenigen Tagen. Schottland startet am 14. Juni gegen Haiti ins Turnier, Norwegen folgt am 17. Juni mit dem Auftaktspiel gegen den Irak. Sowohl für die Schotten als auch für die Norweger ist es die erste WM-Teilnahme seit 1998.

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