Stand auf Feindesliste

Autobombe bei Moskau tötet russischen General

Ausland
10.06.2026 08:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine Autobombe hat nahe der russischen Hauptstadt Moskau am Dienstag in den frühen Morgenstunden Menschen aus dem Schlaf und einen 57-Jährigen in den Tod gerissen. Bei dem Opfer soll es sich um einen Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen handeln.

Die Explosion fand laut dem Staatlichen Ermittlungskomitee gegen 5.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MESZ) in einem fahrenden BMW statt. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, wobei offen gelassen wurde, in welche Richtung ermittelt wird. Informationen der Tageszeitung „Kommersant“ nach wurde die Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Boden des Wagens angebracht.

Ermittler untersuchen das ausgebrannte Fahrzeug.
Ermittler untersuchen das ausgebrannte Fahrzeug.(Bild: EPA/MAXIM SHIPENKOV)

Unbestätigten Berichten ukrainischer und russischer Blogger zufolge ist der Tote ein Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen. Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen in Balaschicha stand dabei bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine. Im April 2025 starb bereits ein General des russischen Generalstabs in der Stadt am östlichen Stadtrand Moskaus durch eine Autobombe. Gegen Abend entschärften die Behörden zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine gezielte Sprengung.

Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen eine russische Invasion. Ukrainische Geheimdienste verüben immer wieder Anschläge auf russische Militärs und abtrünnige Ukrainer und dabei oft mit Autosprengsätzen.

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