Der Vorsitzende der Kölner Wettbewerbskammer, Vorsitzender Richter Heinz Georg Schwitanski, schlug vor, die Prozessbeteiligen sollten sich nach Möglichkeit außergerichtlich auf die Beauftragung eines Gutachters einigen. Dieser solle durch einen Vergleich der Quellcodes der Kontrahenten feststellen, ob und was kopiert worden ist. Kommt es zu keiner Einigung, soll Mitte Juni eine Entscheidung des Gerichts gefällt werden.
Tatsächlich ist der einzige gravierende Unterschied zwischen beiden Wettbewerbern ihr Farbschema: Facebook ist blau, studiVZ rot. Ansonsten haben beide Konkurrenten fast alles gemeinsam, angefangen von der Anstups-Funktion (Poke) über die Pinnwand (Wall) bis hin zum Design.
Vom Studenten-Treff zur weltweiten Plattform
Facebook war in den USA Anfang 2004 als Netzwerk für Harvard-Studenten ins Web gegangen. Danach konnten zunächst nur Studenten ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden. Seit 2006 ist die Seite für Menschen, die über 13 Jahre alt sind, allgemein zugänglich. Facebook hat weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer, in Deutschland sollen es mehr als zwei Millionen sein.
5,5 Millionen studiVZ-Nutzer in Deutschland
studiVZ, das als Marktführer in Deutschland gilt, wurde im Oktober 2005 gegründet und Anfang 2007 für über 50 Millionen Euro von der Verlagsgruppe Holtzbrinck übernommen. Das Netzwerk hat eigenen Angaben zufolge 5,5 Millionen Nutzer, bei den Schwesterplattformen schülerVZ und meinVZ sind noch einmal rund 7,5 Millionen Menschen angemeldet.
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