Facebook war in der Vergangenheit bereits immer wieder gegen Unternehmen vorgegangen, die das Wort "Book" (Buch) auf ihren Websites nutzen. So hatte Facebook im August das Lehrer-Netzwerk Teachbook.com verklagt. Mit dem Hinweis auf den Markenschutz unterband das Unternehmen von Mark Zuckerberg auch die Facebook-Parodie "Lamebook" (lame = lahm). Der Betreiber der Website wurde wegen der Verletzung des Markenrechts verklagt, außerdem sperrte Facebook in seinem eigenen Netzwerk die Verwendung des Begriffs "Lamebook" durch die Anwender.
Facebook-Technikchef Bret Taylor entschuldigte sich später für diesen Eingriff: "Wir haben einen Fehler gemacht. Bei dem Vorgehen gegen eine normale Markenverletzung, bei der es um einige Links ging, die auf Facebook gepostet wurden, haben wir alle Erwähnungen des Begriffs "Lamebook" gesperrt. Wir fördern die Meinungsfreiheit auf Facebook. Wir entschuldigen uns für den Fehler und arbeiten daran, dass das Verfahren, das zu dem Vorfall führte, optimiert wird."
Konsequenzen für Apples "FaceTime"?
Der Markenschutz von Alltagsbegriffen ist in den USA durchaus umstritten. So wurde immer wieder der Markenschutz von Microsoft für das Wort "Windows" in Zweifel gezogen. Dennoch erteilt das U.S. Patent And Trademark Office des Öfteren entsprechende Markenschutz-Bescheide. Unklar ist, ob Apple von der Entscheidung des Patenamtes betroffen ist. Der iPhone-Hersteller hatte erst kürzlich seinen Videochatdienst "FaceTime" eingeführt.
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