Auch andere Mitarbeiter seien unzufrieden, wie Schmitt - der seinen richtigen Namen nun mit Daniel Domscheit-Berg angab - dem "Spiegel" gegenüber erklärte: "Da gibt es eine Menge Unmut, und einige werden wie ich aussteigen."
Kleinere, nationale Dokumente seien vernachlässigt worden. "Ich habe mehrfach versucht, das anzustoßen, aber Julian Assange hat auf jede Kritik mit dem Vorwurf reagiert, ich würde ihm den Gehorsam verweigern und dem Projekt gegenüber illoyal sein."
Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten mit einigen spektakulären Veröffentlichungen von sich Reden gemacht - etwa der geheimer Dokumente des US-Militärs über den Einsatz in Afghanistan. Der Australier Julian Assange ist inzwischen weltweit bekannt. Der 39-jährige Chef sieht sich als "journalistischer Aktivist". Bei Wikileaks werden brisante und heikle Dokumente veröffentlicht, die nach Ansicht von Assange und seinen Mitstreitern dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Er sieht sich in Schweden seit Wochen mit Vorwürfen der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung konfrontiert.
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