Zumal das Ski-Doo-Fahren schon ein paar Wochen her ist – und die Sonne scheint! Das Thermometer vor dem Wohnzimmerfenster zeigt 5 Grad plus, ich packe mich einigermaßen ein und schwing mich auf die neueste Version des Klassikers. Die Lackierung auf dem Tank ist eine Vorgabe: die Koordinaten des Col de la Bonette, des höchsten Passes Europas…
Wir wollen’s mal nicht übertreiben, der Wienerwald samt weiteren Auslaufstrecken muss es auch tun. Auch hier ist die Transalp in ihrem Element. Kurven, enge Kehren, bergauf, bergab, das ist es. Und hin und wieder ein Abzweiger weg von der asphaltierten Strecke. In Kurven und Kehren spielt sie ihre Wendigkeit aus, am Berg den guten Durchzug. Immerhin werkt jetzt der Deauville-Motor zwischen Beinen, mit 7 PS mehr und plus 5 Nm aus jetzt 680 ccm, das spürt man. 60 PS bei 7.750 U/min. und ebenso viele Nm bei 6.000 U/min. Der Motor zieht gut durch und hängt herrlich am Gas. Auch auf losem Untergrund ist sie handlich, jedenfalls im Rahmen dessen, wie handlich vollgetankte 219 Kilo (inkl. ABS) im Gelände sein können.
Dass der Radstand einen Zentimeter gewachsen ist, stört nicht, macht sich aber in Sachen Spurstabilität bemerkbar; auch bei Tacho 180 fährt es sich recht entspannt (auf der Autobahn), was auch am erstaunlich effektiven Windschutz liegt. Hier dürfen sogar die Hände im Windschatten fahren, der Enduro-Handschutz kann aber selbstredend nicht verhindern, dass mir bei gegen Null Grad sinkenden Temperaturen die Fingerspitzen halb abfrieren.
Auf jeden Fall wirkt die neue Transalp ein ganzes Stück moderner als die alte, sieht schnittiger aus und bringt dennoch die urmetermäßigen Qualitäten mit. Das feinfühlige Honda-ABS gibt’s gegen Aufpreis dazu, das Testmotorrad kostet so 8.540,-- Euro.
Stephan Schätzl
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