Ein brandneuer Wurm namens "Palyh" oder "Mankx" verbreitet sich auf Windows-Systemen. Er kommt per E-Mail-Attachment mit .PIF- oder .PI-Ednung und ist etwa 50KB groß. Die Extension wird in vielen Windows-Installationen jedoch nicht angezeigt.
Der Schädling nützt, laut dem österreichischenVirenspezialisten Ikarus keine Sicherheitslücke in der Systemsoftware,sondern macht sich das mangelnde Gefahrenbewusstsein von Usernzunutze. Um die User dazu zu irritieren , tarnt er sich mit derAbsenderadresse "support@microsoft.com". Die Subject- und Attachment-Bezeichnungensind verschieden. Ist Palyh einmal aktiviert, bringt er seineeigene Versandroutine mit, ist also nicht auf das Vorhandenseinbestimmter E-Mail-Software angewiesen.
Der Wurm durchsucht im infizierten System alle Dateienmit den Endungen .TXT, .EML, .HTML, .HTM, .DBX und .WAB und verschicktsich an alle darin enthaltenen E-Mail-Adressen. Außerdemverteilt er sich über Netzwerke, an die der infizierte PCangeschlossen ist. Er versucht sich in das Auto-Start-Verzeichnisaller angebundenen Windows-Systeme zu kopieren. Darüber hinausschreibt er neue Einträge in die Registry und dokumentiertdie Liste aller E-Mail-Adressen, an die er sich versandt hat,in einer "hnks.ini" genannten Datei im Windows-Verzeichnis.
Eine Datei namens "mdbrr.ini" im gleichen Verzeichnisspeichert die Konfiguration des Wurmes. Palyh verfügt sogarüber eine Updatefunktion. Er kann sich bis Ende Mai selbstdurch den Aufruf einer bestimmten Website aktualisieren und dadurchpotenziell zusätzliche Schadensroutinen erhalten.
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