Dramatische Szenen spielten sich am Dienstag auf der Wildspitze – mit 3768 Metern der höchste Berg Nordtirols – ab: Eine Bergsteigerin stürzte in eine Gletscherspalte und konnte von ihrem Begleiter festgehalten werden. Der Unfall löste einen Einsatz im ewigen Eis aus.
Zum Unglück kam es offenbar kurz nach Mittag auf dem Taschachferner. Laut „Krone“-Informationen stürzte eine Bergsteigerin einer Zweierseilschaft auf der Route zur Wildspitze in eine Gletscherspalte.
Auch Hubschrauber an Unglücksstelle
Dem Kameraden gelang es offenbar, die Abgestürzte am Seil zu halten und anschließend Alarm zu schlagen. Eine große Rettungsaktion wurde in die Wege geleitet. Auch der Polizeihubschrauber Libelle Tirol und der Notarzthelikopter Martin 8 und die Bergrettung Innerpitztal waren vor Ort. Das Duo konnte in der Folge geborgen werden.
Laut Leitstelle Tirol war die Frau nur leicht verletzt bzw. unterkühlt. Der Notarztheli Martin 8 flog sie ins Krankenhaus nach Zams. Ihr Seilpartner blieb unverletzt. Zur Identität der Bergsteiger gibt es noch keine Angaben.
Zwei tödliche Unfälle auf Wildspitze
Auf der Wildspitze kam es an den beiden vergangenen Wochenenden zu zwei tödlichen Alpinunfällen. Am Samstag stürzte eine 32-jährige Tschechin auf der Wildspitze im Pitztal 140 Meter ab und landete in einer Spalte. Die Frau erlitt dabei tödliche Verletzungen. Ihr gleichaltriger Partner, den die Frau am Seil mit in die Tiefe gerissen hatte, überlebte das Unglück schwer verletzt.
Eine Woche zuvor war es auf der Wildspitze bereits zu einem tödlichen Alpinunfall gekommen. Ein Deutscher (63) stürzte damals in den Tod.
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