Fr, 19. April 2019
13.12.2017 12:23

PC-Nutzer in Angst

Mail vom Auftragskiller: Erpresser wollen Bitcoins

Internetnutzer sehen sich mit einer perfiden neuen Abzock-Masche konfrontiert: E-Mails von einem angeblichen Auftragskiller. Darin erklärt er, er sei auf sie angesetzt worden, habe nach seinen letzten erfolgreichen Exekutionen aber Gewissensbisse bekommen. Deshalb biete er ihnen nun an, sich mit Bitcoins im Wert von 10.000 Euro aus der Schusslinie zu bringen. Wer so ein E-Mail erhält, sollte freilich nicht zahlen, sondern die Polizei verständigen.

Es dürfte sich um eine perfide neue Betrugsmasche handeln, mit der Cyberkriminelle ihre Opfer ängstigen und zur Zahlung hoher Summen nötigen wollen. Wie "Heise" berichtet, häufen sich im Netz Berichte von Opfern des Auftragskiller-Tricks. Es scheint sich dennoch nicht um Massen-Mails zu handeln, sondern um gezielte Betrugsversuche bei einzelnen Nutzern. Wie sie ausgewählt werden, ist noch nicht bekannt.

Absender brüstet sich als erfolgreicher Assassine
In den Mails erklärt der Verfasser, er habe bereits "mehrere erfolgreiche Exekutionen" durchgeführt und sei nun auf den Empfänger der Mail angesetzt worden. Nach seinem letzten Auftragsmord habe er aber Gewissensbisse bekommen, weshalb er seinen Opfern nun anbiete, ihr Leben mit Bitcoins zu retten. Umgerechnet rund 10.000 Euro in Bitcoins werden gefordert. Die Zahlung solle schnell erfolgen, immerhin gehe es um das Leben der Empfänger, heißt es in den Mails.

Wer Todesdrohung erhält, sollte Anzeige erstatten
Wer eine E-Mail von einem vermeintlichen Auftragsmörder bekommt, sollte freilich nicht die geforderten Bitcoins zahlen, sondern unverzüglich zur Polizei gehen. Dort kennt man die Masche bereits aus mehreren deutschen Bundesländern. Echte Gefahr dürfte nicht drohen, vielmehr vermutet man einen besonders geschmacklosen Betrugsversuch hinter den E-Mails. Weil eine Morddrohung aber ein äußerst ernstzunehmender Tatbestand ist, sollten Empfänger solcher E-Mails sich unverzüglich bei der Polizei melden und Anzeige erstatten, raten Ermittler.

Normalerweise versprechen Mail-Betrüger Geld
Betrügerische E-Mails sind prinzipiell nichts Ungewöhnliches. Üblicherweise arbeiten die Hintermänner aber mit der Emotion Gier statt Angst, versprechen in ihren Betrugs-Mails beispielsweise ein Millionenerbe, wenn man nur zuvor einige Tausend Euro ins Ausland transferiert. Bisweilen arbeiten E-Mail-Betrüger auch mit Erpressung, drohen beispielsweise mit der Veröffentlichung zuvor erbeuteter privater Informationen. Per E-Mail gleich mit dem Tod zu drohen, wie es bei der jüngsten Betrugswelle nun passiert, verleiht dem Thema Mail-Betrug aber noch einmal eine neue Dimension der Geschmacklosigkeit.

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