Fr, 26. April 2019
11.12.2017 09:10

UNICEF-Report

Digitale Welt birgt Chancen und Risiken für Kinder

Die Digitalisierung birgt für Kinder weltweit Chancen, aber auch Risiken und Gefahren, warnt die UNICEF in ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht "Kinder in einer digitalen Welt". Mit dem Internet drohten sich bestehende soziale und ökonomische Ungleichheiten weiter zu verschärfen. Es bestehe eine digitale Kluft.

Einer von drei Internetnutzern sei heute jünger als 18 Jahre. Zugleich hätten aber 29 Prozent der jungen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren - vor allem in Afrika und arabischen Staaten - keinen Internetzugang. Das Netz erleichtere zudem sexuellen Missbrauch von Buben und Mädchen und habe neue Wege des Kinderhandels eröffnet, warnte das UNO-Kinderhilfswerk.

Besonders für Kinder in entlegenen Regionen sowie Heranwachsende, deren Alltag von Armut, Krisen oder Flucht bestimmt ist, kann das Internet laut UNICEF "Türen für eine bessere Zukunft öffnen". Positive Beispiele: Zugang zu digitalen Büchern und Übungen für Lehrer und Schüler, denen sonst kaum Material zur Verfügung steht. Digitales Lernen daheim für Mädchen aus Afghanistan, die das Haus nicht verlassen dürfen. Oder Bildung via Handy und Computer für Kinder in Flüchtlingslagern.

Pornos, Gewalt, Hass und andere Gefahren
Kinder und Jugendliche könnten sich übers Netz auch einfacher Gehör verschaffen und austauschen. "Zu keiner Zeit war es so leicht, Wissen zu teilen und zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig war es nie so einfach, kinderpornografische oder andere verbotene Foto- oder Videomaterialien herzustellen und zu verbreiten", bilanziert der Report. Zudem seien Kinder oft ungewollt mit gewalttätigen und rassistischen Inhalten und mit Hass-Propaganda konfrontiert - oder sie könnten potenziell gefährliche Kontakte zu Unbekannten schließen.

"In Zukunft werden immer mehr Kinder vernetzt aufwachsen. Das Internet wird ihr Leben prägen", heißt es. Die Digitalisierung werde Ungleichheiten ohne ein Gegensteuern verschärfen. "In einer digitalen Welt besteht die doppelte Herausforderung, die Gefahren zu vermindern und den Nutzen des Internets für jedes Kind zu vergrößern", sagte UNICEF-Direktor Anthony Lake laut Mitteilung. Kinder gehörten ins Zentrum der Digital-Politik.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Watzke teilt aus
Titelkampf: Jetzt stichelt BVB-Boss gegen Bayern
Fußball International
In flagranti ertappt
Autoeinbrecher auf Flucht gegen Baum geprallt
Burgenland
Fragwürdige Geldflüsse
Rechnungshof-Rüge für „Wienwoche“ der Grünen
Österreich
Das Sportstudio
Austria-Gerücht, Suljovic-Comeback & „Eis-Cordoba“
Video Show Sport-Studio
„Family first“
Bohlen sagt Veröffentlichung des neuen Albums ab
Video Stars & Society
Hit am Samstag
Dortmund - Schalke: Die größten Derby-Schlachten
Fußball International

Newsletter