Di, 19. Juni 2018

nRansom

22.09.2017 11:38

Neue Ransomware fordert Nacktfotos statt Bitcoins

Erpresserviren, die den Festplatteninhalt verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigeben, gelten als eine der größten IT-Bedrohungen unserer Zeit. Während die Hintermänner aber üblicherweise Bitcoins als Lösegeld fordern, kursiert neuerdings auch eine ungewöhnlich frivole Ransomware-Variante: nRansom fordert Nacktfotos statt Bitcoins.

nRansom begrüßt den Nutzer nach einer Infektion mit genauen Anweisungen, wie er seine verschlüsselten Daten wieder bekommt. Er müsse sich dafür lediglich eine E-Mail-Adresse beim Anbieter Protonmail erstellen und zehn Nacktfotos an die Drahtzieher der Attacke senden. "Nachdem wir sichergestellt haben, dass die Nacktfotos zu Ihnen gehören, geben wir Ihnen einen Entsperrcode und verkaufen Ihre Nacktfotos im Deep Web", heißt es weiter.

Wie die Erpresser verifizieren wollen, dass die Einsendungen zu ihren Opfern gehören, ist laut einem Bericht des IT-Portals "Motherboard" nicht bekannt. In ihrer Botschaft räumen die nRansom-Macher aber ein, dass sie sich Zeit nehmen, um die Einsendungen ihrer Opfer zu sichten.

nRansom wird in Virendatenbanken wie VirusTotal geführt, wurde also bereits gemeldet. Unklar ist noch, ob es den Hintermännern der Attacke mit ihrer Nacktfoto-Erpressung tatsächlich ernst ist, oder ob es sich bei der Attacke um einen schlechten Scherz handelt. Eine Kontaktaufnahme mit den Hackern, die mit nRansom Nacktfotos erpressen, blieb bisher erfolglos.

 krone.at
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