Sa, 18. August 2018

Modul-Upgrade

31.08.2017 12:41

Fairphone stellt neue Kamera zum Nachrüsten vor

Der niederländische Hersteller Fairphone hat für seine gleichnamigen Smartphones erstmals Modul-Upgrades eingeführt. Besitzern des Fairphones 2 ist es demnach möglich, die Kamera mit den moderneren Modulen einfach nachzurüsten, ohne gleich ein neues Gerät kaufen zu müssen.

Das Fairphone 2 sei das erste Smartphone, das sich nicht nur einfach reparieren, sondern jetzt auch upgraden lässt, erklärte Fairphone-Chef Bas van Abel am Donnerstag am Rande der IFA in Berlin. "Die Rechnung ist ganz einfach: Wenn die Leute ihre Smartphones doppelt so lange nutzen, müssen nur halb so viele produziert werden."

Kamera zum Nachrüsten
Den Angaben zufolge sind die neuen Module für die Rück- und Frontkamera mit einem größeren Bildsensor und mehr Megapixeln (fünf und zwölf MP) ausgestattet. Das Update der Frontkamera sei außerdem mit einer schnelleren Linse versehen worden. Die neuen Teile könnten die User problemlos mit einem Schraubenzieher selbst einbauen, hieß es.

In künftigen Chargen des Fairphone 2 sind die moderneren Kameras bereits direkt verbaut. Die neue Rückkamera zum Nachrüsten kostet 45 Euro, die verbesserte Frontkamera für Selfies 30 Euro. Das Set ist für 70 Euro zu haben. Die alten Module können Nutzer an Fairphone zurückschicken. Dort laufen derzeit verschiedene Überlegungen, in welcher Form diese weiter verarbeitet werden können.

Nachhaltige Produktion
Fairphone startete 2010 als Kampagne und ging 2013 in ein Unternehmen über. Seitdem wurden 130.000 Smartphones verkauft. Die Niederländer setzen traditionell auf eine längere Nutzungsdauer der Geräte. Zudem will Fairphone seine Produkte möglichst ohne Ausbeutung von Mensch und Natur produzieren und eine Bewegung für fairere Elektronik vorantreiben.

Zuletzt hatte es aber auch Kritik gegeben, da es für das erste Modell, das Fairphone 1, keine Ersatzteile mehr gibt. Die Austauschteile würden in geringer Anzahl nachgefragt, deshalb sei Produktion zu teuer geworden, hatte das Unternehmen erklärt.

 krone.at
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