Do, 13. Dezember 2018

Deutschland

30.08.2017 09:22

Amt verteidigt Auswertung von Flüchtlings-Handys

Die Chefin des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hat die Auswertung von Handy-Daten von Asylwerbern gegen Kritik verteidigt. "Es ist ein zusätzliches System, eine Unterstützung für unsere Entscheider, um in der Anhörung noch gezielter nachfragen zu können und letztendlich auch sicherer zu entscheiden", sagte Jutta Cordt der Deutschen Presse-Agentur.

Sie betonte, die Handy-Daten sollten nur als "Ultima Ratio" genutzt werden, "wenn wir Zweifel an der Herkunft haben, die wir nicht anders verifizieren können". Im September will das Bundesamt deutschlandweit mit der Auswertung von Datenträgern von Flüchtlingen bzw. Migranten starten. Kritiker hatten dies unter anderem als Eingriff in Bürgerrechte bezeichnet.

Ein möglicher Ablauf sehe so aus: Wenn die Asylwerber zum ersten Mal Kontakt mit dem Amt haben, werden ihre Geräte ausgelesen. "Das wird dann aber in einen technischen Safe gelegt - damit kein Unbefugter dran kommt." Erst wenn in der Anhörung klar werde, dass man die Daten braucht, müsse ein "Volljurist" sie freigegeben.

Rund 60 Prozent der Asylwerber ohne Ausweis
Etwa 60 Prozent der Asylwerber in Deutschland kommen nach Schätzungen der Behörde ohne Identitätsdokument an. "Ich denke, dass wir bei weitem nicht bei allen Asylsuchenden ohne Identitätsdokumente die Handy-Daten nutzen müssen", sagte Cordt. Schließlich gebe es noch andere neue Prüfwerkzeuge wie etwa die einheitliche Namensübersetzung und die Sprachprobe, die bei der Antragstellung standardmäßig eingesetzt werden sollen.

Beide Systeme geben an, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Antragsteller aus der von ihm angegebenen Region kommt. "Wenn ich mir deren Ergebnis zusammen mit der Fluchtgeschichte anschaue, kann das in vielen Fällen definitiv ausreichen. Dann braucht man die Handy-Daten gar nicht", sagte Cordt.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kühbauer, Schwab & Co.
„Bekomme Geldstrafe“ - Rapid jubelt über Aufstieg
Fußball International
Europa League
2:1 bei Celtic! Salzburg beendet Gruppe makellos
Fußball International
Europa League
Leipzig trotz Schützenhilfe von Salzburg draußen!
Fußball International
Jubel nach Aufstieg
Kühbauer: „Allerschönster Tag als Rapid-Trainer“
Fußball International
EL-Erfolgslauf
6. Sieg! Hütter schreibt mit Frankfurt Geschichte
Fußball International
„Gelbwesten“-Streit:
Misstrauensantrag gegen Macron gescheitert
Welt
Rangers bezwungen
Europa-League-Hammer! Auch Rapid in K.-o.-Phase
Fußball International
Kuriose Insolvenz
Niederösterreichische Moschee in Konkurs
Österreich
Europa League
Rapid gegen Rangers: Fan-Randale vor dem Stadion
Fußball International
Infantino-Plan
WM 2022: Spiele auch in Katars Nachbarländern?
Fußball International
Nach Copa-Finale
Drama: Junger River-Fan von Boca-Anhängern getötet
Fußball International
Mögliche Verstärkungen
„Interessante Namen“ - Bayern auf Transferjagd
Fußball International
Schock bei Adventfeier
Als Harnik-Klub feierte, brachen Diebe Autos auf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.