Falsches Selbstbild

Wir halten uns für netter, als wir sind

Leben
31.07.2017 17:00

Fast alle Menschen schätzen sich freundlicher ein, als ihr Umfeld sie beurteilen würde. Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschafter der University of London. In einer Studie untersuchten sie, wie sehr Selbstbild und Realität auseinanderdriften. Fazit: Wir glauben besser zu sein, als wir sind ...

98 Prozent der Studienteilnehmer hält sich für zuvorkommender und aufmerksamer, als der Durchschnitt - so die Quintessenz der Studie. Nettigkeit wurde von den meisten als eine Mischung aus Empathie, emotionaler Intelligenz, Altruismus und Vertrauensfähigkeit beschrieben. Im Alltag weisen sich nette Personen durch Hilfsbereitschaft aus - etwa, indem sie Fremden den Weg weisen oder Älteren den Sitz überlassen.

Der "Über-dem-Durchschnitt-Effekt"
Ältere Untersuchungen kamen in puncto falsche Selbstwahrnehmung zu einem ähnlichen Ergebnis. In der Wissenschaft heißt das Phänomen "Über-dem-Durchschnitt-Effekt". Den besten Beweis dafür lieferte eine weitere Studie, die besagt: Die Mehrheit der Menschen denkt, dass sie sich selbst besser einschätzen kann, als andere.

Kronen Zeitung

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