Einsatz beim Flughafen

Bei der Hitze auch noch 35 Hektar Feld in Flammen

Niederösterreich
27.06.2026 21:47

Sieben Stunden lang haben am Samstag mehr als 120 Feuerwehrleute unter erschwerten Bedingungen gegen einen riesigen Feldbrand gekämpft. Eine Fläche von rund 35 Hektar stand in Flammen, erst nach schweißtreibenden sechs Stunden konnten die ersten Kräfte abgezogen werden. Zwei Feuerwehrmitglieder mussten ins Spital gebracht werden.

Um kurz vor 13 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Mannswörth, Schwechat und Schwadorf zu einem Vegetationsbrand alarmiert, wie die Mannswörther Florianis am Samstagabend – nach dem erfolgreichen Einsatz – auf Facebook posteten: „Zum Zeitpunkt der Alarmierung war den Einsatzkräften noch nicht das Ausmaß des Brandes bewusst.“

Schon bei der Anfahrt war eine massive Rauchsäule am Himmel zu sehen. Schnell entschied man sich, weitere Feuerwehren – Ebergassing, Fischamend, Himberg, Kledering, Rannersdorf und Rauchenwarth – zur Unterstützung zu rufen, um die „sehr rasch laufenden Flammen“ unter Kontrolle zu bringen. Auch ein anwesender Bauer unterstützte die Einsatzkräfte – indem er bei den angrenzenden Feldern die Frucht umgrub.

Die Ursache für das Flammenmeer ist noch nicht bekannt.
Die Ursache für das Flammenmeer ist noch nicht bekannt.(Bild: Freiwillige Feuerwehr Mannswörth)

Pendelverkehr zu Hydranten
Durch die extrem belastenden Temperaturen jenseits der 30 Grad und das schiere Ausmaß des Brandes waren die zehn Feuerwehren gefordert – unter anderem die Betriebsfeuerwehr des Flughafens, die sogar mit dem Löschfahrzeug Panther anrückte. Die Wasserversorgung wurde durch einen eingerichteten Pendelverkehr zu den nächstgelegenen Hydranten im Concorde Business Park Schwechat sichergestellt. 

Ein Einsatz: Flughafenlöschfahrzeug Panther

Ungewöhnlich ist, dass bei dem Brand auch das Flughafenlöschfahrzeug Panther 8x8 im Einsatz war.

(Bild: Freiwillige Feuerwehr Mannswörth)

Einige eindrucksvolle Daten: zwei je 700 PS starke Motoren, 52 Tonnen Gewicht, Platz für 19.000 Liter Löschmittel, in weniger als 25 Sekunden von 0 auf 80 km/h, dazu eine Pumpenleistung von 10.000 Litern pro Minute.

Dieses Modell vom heimischen Hersteller Rosenbauer ist beispielsweise auf den Airports in Dubai und Paris-Charles-de-Gaulle im Einsatz.

Baumstämme brannten schon von innen
Im Einsatz war auch die Drohnengruppe der Feuerwehr Himberg, die feststellte, dass rund 35 Hektar Feld und zwei Wundschutzgürtel mit mehreren Hundert Metern in Brand standen. Hier mussten weitere Glutnester aufgespürt und gezielt abgelöscht werden. „Baumstämme, die zum Teil schon innen brannten, mussten gefällt werden“, so die Feuerwehr.

Zwei Feuerwehrleute im Spital
Die enorme Hitze aufgrund des Brandes und der ohnehin prekären Temperaturlage forderte auch bei den Feuerwehrleuten ihren Tribut: Während der Arbeiten erlitten vier Mitglieder leichte – der Hitze geschuldete – gesundheitliche Probleme und wurden vom Roten Kreuz Schwechat betreut, zwei weitere mussten sogar ins Spital gebracht werden. 

„Nach extrem schweißtreibenden sechs Stunden im Einsatz konnten die ersten Kräfte wieder abgezogen werden“, hieß es weiter. Gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet. Mehr als 120 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung