In der Nacht auf den 30. Juni wird der Vollmond seinen Höhepunkt erreichen. Er wird besonders tief über dem Horizont sein und eine besondere Färbung aufweisen. Der sogenannte Erdbeermond lässt sich laut den Prognosen am besten direkt nach seinem Aufgang beobachten.
Die genaue Zeit des Mondaufgangs, zu der sich das Phänomen am besten beobachten lässt, variiert je nach Ort und liegt nahe dem lokalen Sonnenuntergang. In Wien ist er für Montag, 29. Juni, beispielsweise um 21.12 Uhr prognostiziert. „Er ist der erste Vollmond nach der Juni-Sonnenwende, was bedeutet, dass er auf der Nordhalbkugel ungewöhnlich tief am Himmel bleibt und auf der Südhalbkugel höher als gewöhnlich erscheint“, heißt es auf dem Astronomie-Nachrichtenportal Star Walk.
Der Mond werde golden, orange oder rötlich erscheinen. Die besondere Färbung entsteht durch die Erdatmosphäre. Das Licht legt einen langen Weg zurück, wodurch blaue Anteile herausgefiltert werden. Übrig bleiben warme Töne. Die Bezeichnung Erdbeermond hat aber nichts mit der Farbe zu tun. Benannt ist das Phänomen nach der Erdbeerernte – und zwar von nordamerikanischen Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern. In Europa waren früher auch Bezeichnungen wie Honigmond oder Brachmond gebräuchlich.
Tipps für eine gute Sicht
Für gute Sicht sorgen ein freier Blick Richtung Osten und möglichst wenig Luftverschmutzung. Der Mondaufgang ist laut Star Walk „eine großartige Zeit für Fotos“. Andere Fachleute empfehlen, ihn zusammen mit Motiven im Vordergrund wie Gebäuden oder Bäumen aufzunehmen. Ein Stativ und eine Smartphone-App zur Standortbestimmung könnten zu guten Fotos beitragen, heißt es.
Der Mond erscheint außerdem in den Nächten zwischen Sonntag und Dienstag voll. Sterne können laut Astronominnen und Astronomen zu dem Zeitpunkt schlecht beobachtet werden, da das helle Licht des Mondes lichtschwächere Himmelsobjekte überstrahle. Der nächste Erdbeermond ist erst wieder für den 19. Juni 2027 prognostiziert.
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