14.04.2017 14:20 |

Sport in den Alpen

Antholz - am Fuß der Rieserferner-Gruppe

Am Fuße der Rieserfernergruppe liegt ein Tal, das ohne Skilifte und ohne Massentourismus auskommt. Und doch atemberaubend viel zu bieten hat.

Fast regungslos hängen die durchsichtigen Nebelwölkchen zwischen den mächtigen Berghängen. Hier im Südtiroler Antholz, von Österreich nur durch den schmalen Staller-Sattel-Pass getrennt, erwacht der Tag erst, wenn sich die Sonne über das gewaltige Gebirgsmassiv im Osten schiebt und ihre Strahlen auf die saftigen Almen der Rieserfernergruppe wirft.

Ein Paradies für Wanderer, die nichts dagegen haben, wenn plötzlich ein 600 Kilo schwerer Noriker in dichtem Winterfell vor ihnen steht und zutraulich den Kopf hebt, bevor er sich wieder den taufeuchten Halmen am Wegrand widmet. Kein Skilift durchschneidet hier die Landschaft, keine Après-Ski-Bar wirft Partyhits an die Steilhänge. Nur eine kleine Materialseilbahn versorgt die abgelegene Rieserfernerhütte auf 2798 Meter Höhe mit dem Nötigsten.

Im Mekka des Biathlon-Sports
Im Tal hingegen fehlt es an nichts: Mit vier luxuriösen 4*-Hotels ist etwa die Falkensteiner-Gruppe in Südtirol vertreten, einer ihrer Standorte - die Alpenresidenz Antholz - liegt direkt am Nordrand der Senke. In Gehweite des Antholzer Sees und mit atemberaubenden Blick auf den 3273 Meter hohen Wildgall. Sie ist auch Ziel zahlreicher Spitzenathleten, die einmal im Jahr das sonst so friedliche Tal in das Mekka des Biathlon-Sports verwandeln: Dann nämlich kämpfen hier die weltbesten Biathleten um Medaillen, feuern Projektil um Projektil über den Schießstand der modernen Südtirol Arena.

Und diese bietet eine Besonderheit, die es sonst so kaum auf der Welt gibt. Denn hier dürfen abseits der Wettkäpfe auch Hobbysportler in den Sport schnuppern, wie Trainer Gerhard Zingerle erklärt. "Wir schießen hier auf der normalen 50 Meter-Wettkampfanlage. Zuerst liegend mit Auflage auf die großen Scheiben, das schafft beinahe jeder. Dann wird es schwieriger", lacht der sympathische Südtiroler, der auch das italienische Junioren-Nationalteam coacht. Danach wird langgelaufen. Im Sommer auf Rollen, im Winter auf Schnee. Skisport abseits der Skigebiete. In einer der schönsten Umgebungen der Alpen.

Paul Tikal, Kronen Zeitung

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