10.04.2017 06:00 |

Blasenentzündung

Hilfe, es brennt!

Sieben von zehn Frauen leiden einmal pro Jahr an einem Harnwegsinfekt. Die Hauptverursacher sind Darmbakterien. Als Symptome gelten ständiger Harndrang und Krämpfe im Unterbauch - dann heißt es rasch handeln!

Gibt es etwas Herrlicheres als abends in einer warmen Wanne zu entspannen und einen anstrengenden Tag ausklingen zu lassen? Besonders Frauen begeistern sich dafür, aber Vorsicht: Zu ausgiebiges Baden kann zur "Schaumbad-Zystitis", einer schmerzhaften und langwierigen Blasenentzündung, führen, warnt Univ.-Prof. Prim. DDr. Hermann Enzelsberger, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Steyr (OÖ).

Generell bedeutet übertriebene Hygiene Dauerstress für das sensible Organ Haut. "Tägliches Duschen mit aggressiven Seifen und die Verwendung von Intimsprays zerstören den Schutzmantel und reizen die Schleimhäute im Genital und Analbereich. Bakterien haben so leichtes Spiel und lösen beispielsweise Harnwegsinfekte aus", erklärt Prof. DDr. Enzelsberger. Er rät daher auf schonende und PH-neutrale Produkte zu setzen und keine Intimsprays zu verwenden.

Jetzt lassen uns außerdem die ersten warmen Sonnenstrahlen leichtsinnig werden: Beim Sonnenbaden im neuen Frühlingsoutfit "heizt" das Gesicht, der untere Rücken bleibt aber oft kalt. Das schwächt die Abwehrkräfte im Bereich von Blase und Nieren. Bakterien nützen ihre Chance und "machen sich breit". Stellt sich eine Blasenentzündung ein, äußert sie sich vor allem durch ständigen Harndrang sowie Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen.

Dann schnell reagieren, damit sie nicht auf die Niere übergreift:

  • Viel trinken, um die Erreger auszuschwemmen. Ideal sind Tees aus Brennnesselkraut oder -blättern, Labkraut, Hauhechelwurzel, Birken- und Bärentraubenblättern. Sie wirken harntreibend, krampflösend und leicht entzündungshemmend.
  • Probieren Sie zum Beispiel diesen Tee: Einen Teelöffel Bärentraubenblätter mit etwa 150 ml Wasser 15 Minuten kochen lassen, danach abseihen. Drei- bis viermal täglich eine Tasse trinken.
  • Auch folgendes Rezept verspricht Hilfe: 1 EL einer Mischung aus Goldrute, Taubnessel, Labkraut (zu gleichen Teilen) mit 1/4 l siedendem Wasser übergießenund fünf Minuten ziehen lassen. Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse über ein bis zwei Wochen zu sich nehmen.
  • Ein bewährtes Hausmittel ist zudem das Trinken von verdünntem Essig. Solche Trinkkuren unterstützt man am besten mit Wärme: Einfach einen Thermophor auf den Bauch legen oder ein ansteigendes Fußbad machen.
  • Außerdem auf genügend Entspannung und Schlaf achten, damit das Immunsystem gut gegen die Erreger vorgehen kann.

Bessert sich die Entzündung innerhalb von drei Tagen nicht deutlich oder kommen zum Beispiel sogar Fieber oder Blut im Harn dazu, unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Mag. Monika Kotasek-Rissel, Kronen Zeitung

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