Mo, 23. Juli 2018

Nach Beschwerden

03.11.2016 21:41

Browser-Tool "Web of Trust" aus Firefox verbannt

Die populäre Browser-Erweiterung "Web of Trust" (WOT) ist nach den schweren Datenschutz-Vorwürfen aus dem Add-On-Store des Browsers Firefox geflogen. "Wir haben Beschwerden über "Web of Trust" erhalten, die damit zusammenhängen, wie transparent das Add-on arbeitet", erklärte die Mozilla-Stiftung, die hinter Firefox steht, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Man habe schließlich entschieden, "dass das Add-on diese Richtlinien verletzt". Deshalb sei es aus der Download-Kollektion entfernt worden, "bis der Hersteller diese Dinge korrigiert", zitierte das Blatt am Donnerstag die Mozilla-Stiftung. Die Entwickler der ins Zwielicht geratenen Browser-Erweiterung WOT hatten zuvor angekündigt, sie wollten die Vorwürfe prüfen und eventuell Gegenmaßnahmen ergreifen.

Tool spioniert Nutzerdaten aus
Das NDR-Fernsehen hatte diese Woche berichtet, "Web of Trust" habe im großen Stil Nutzerdaten ausgespäht und diese offenbar ungefragt an Dritte weitergegeben. Auf Basis der Informationen hätten auch Nutzer identifiziert werden können, während der Anbieter eine Anonymisierung der Daten versprochen habe, darunter auch Bundespolitiker.

"Wenn es Fälle gab, in denen Informationen nicht anonymisiert und geschützt wurden, werden wir das natürlich prüfen und wenn notwendig Maßnahmen treffen, um einen angemessenen Schutz unserer Nutzer sicherzustellen", erklärte ein Sprecher des finnischen "Web of Trust"-Anbieters.

WOT ist eine kostenlose Erweiterung (Add-on) für gängige Browser wie Mozilla Firefox, Google Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera, die pikanterweise eigentlich anzeigen soll, ob man einer Website vertrauen kann oder nicht.

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