Fr, 21. September 2018

Diskussion um Buch

10.10.2016 14:25

Immer mehr Mütter fühlen sich zu Hause ausgebrannt

Tanja Bräutigam bekam vom Arzt eine fünfwöchige Auszeit verordnet. Die zweifache Mutter hatte sich bis zur totalen Erschöpfung um ihre Kinder gekümmert. Ihre Erlebnisse hat die Deutsche nun in einem Buch zusammengefasst. Das Phänomen "Mama-Burn-out" betrifft mittlerweile auch immer mehr Österreicherinnen!

Der Spagat zwischen Beruf und Familie kann leicht zu einem Teufelskreis werden. Doch auch Hausfrauen, kann das Syndrom "Mama-Burn-out" treffen - wie der aktuelle Bestseller "5 Wochen Rabenmutter" von Tanja Bräutigam beweist.

Auch Mamas in Österreich immer häufiger betroffen
Die "Krone" hat mit Nina Petz, erfahrener Eltern-Kids-Coach, über das Phänomen gesprochen. Denn auch bei uns fühlen sich Mamas immer häufiger ausgebrannt. "Mutter sein bedeutet 24-Stunden Rufbereitschaft. Gerade das erste Kind stellt alles auf den Kopf. Frauen, die im Beruf erfolgreich waren, machen dann oft den Fehler, das Baby als Projekt zu sehen", erklärt die Therapeutin. Außerdem sei der Leistungsdruck in der Gesellschaft größer. "Alles muss perfekt funktionieren. Hinzu kommen noch das Rollenbild der 'Super-Mom', das als beispielgebend gilt."

Doch was bringt das Fass zu Überlaufen? Wie kommt es von der Erschöpfung zum endgültigen Burn-out? "Es muss eine Vorgeschichte vorliegen, psychische Belastungen, die nicht verarbeitet waren", mutmaßt Petz, die es als etwas problematisch einstuft, wenn eine Mutter, wie im Fall Tanja Bräutigam, fünf Wochen von den Kindern Auszeit verordnet bekommt.

Viele Pausen, keine Angst vor professioneller Hilfe!
Petz, selbst zweifache Mama, verweist auf ein chinesischen Sprichwort: Wer viel macht, muss sich viele Pausen gönnen, und nicht erst am Abend, wenn man erschöpft ins Bett fällt und nicht einschlafen kann, weil der Organismus noch auf Hochtouren läuft.

Wie kann sich eine Mutter vor dem "Ausbrennen" schützen? "Man muss auf die eigenen Bedürfnisse achten. So etwas lässt sich lernen. Wichtig ist den Partner zu involvieren, wenn man erste Anzeichen von Erschöpfung bemerkt", so Petz. Wichtig sei auch das Rollenbild, das von der Mutter übernommen wurde, kritisch zu beleuchten. Sie rät im Fall des Falles eine Beratungsstelle aufzusuchen oder temporäre Psychotherapie anzunehmen.

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