Mi, 21. November 2018

Bestellknopf

31.08.2016 08:47

Amazon bringt "Dash"-Buttons nach Österreich

Bestellung auf Knopfdruck: Amazon bringt seine "Dash-Buttons", mit denen Verbrauchsartikel nachbestellt werden können, nach Österreich. Prime-Mitglieder könnten die kleinen Geräte, die wie eine Türklingel mit Marken-Aufkleber aussehen, ab sofort bestellen, wie Amazon am Mittwoch mitteilte.

Die Idee der Dash-Buttons ist, dass die Kunden sie an einem passenden Ort in ihrem Haushalt anbringen - zum Beispiel direkt an der Waschmaschine - und dann drücken können, wenn ihnen einzelne Waren des täglichen Bedarfs ausgehen. Die Bestellung wird dabei mit nur einem Knopfdruck ausgelöst. Jeder Knopf ist fest für nur ein Produkt programmiert - will ein Nutzer die Marke wechseln, muss er sich einen neuen Dash-Button bestellen. Die Knöpfe werden per WLAN verbunden, die Batterie soll fünf bis zehn Jahre halten.

Die Dash-Buttons verkauft Amazon für 4,99 Euro - die beim ersten Einkauf mit ihnen gutgeschrieben werden. Zum Start seien "Dutzende" Marken dabei, sagte Amazon-Manager Amir Pelleg. Wie in den USA sind darunter Reinigungsmittel, Kosmetikartikel oder etwa Haustierfutter.

Blindkauf
Bei einer Bestellung erhält der Nutzer eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone. Da die Knöpfe kein Display haben, ist das der erste Moment, in dem der Kunde den Preis der aktuellen Order sieht. In den USA, wo die Knöpfe im Frühjahr 2015 eingeführt wurden, hatte es wiederholt Kritik von Nutzern gegeben, dass die Artikel von einer Bestellung zur nächsten zum Teil deutlich teurer geworden seien.

Bestellungen in USA verdreifacht
"Jedes Mal, wenn der Kunden vom Preis überrascht wird, ist das ein Riesen-Problem für uns", sagte Pelleg. Es gehe um Vertrauen, das leicht zu verlieren sei. In den vergangenen zwei Monaten hätten sich die Bestellungen über die Dash-Buttons in den USA verdreifacht, sagte Pelleg. "Aktuell sehen wir zwei Bestellungen pro Minute."

Für Amazon bedeuten die punktuellen Bestellungen auch mehr einzelne Produktlieferungen. Das Unternehmen äußert sich nicht konkret zur Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells angesichts der Lieferkosten. Es sei die Aufgabe des Konzerns, die Zustellung entsprechend effizient zu gestalten, sagte Pelleg lediglich.

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