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18.06.2016 17:00

Österreicher buchen Urlaube immer öfter online

Die Österreicher sind reisefreudig wie eh und je und lassen sich durch Terrorangst und Alltagsfrust die Urlaubsfreude nicht vermiesen. Verändert hat sich allerdings die Suche nach dem Ferienziel: Immer mehr Österreicher setzen aufs Internet und investieren dafür immer mehr Zeit. Im Urlaub verzichten sie dann aber wieder gerne auf Computer und Handy.

Immer öfter beginnen die Ferien im Internet. Jeder Zweite holt sich zwar noch gute Ratschläge bei Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie. Um günstige Angebote zu finden oder Informationen über Unterkünfte, Mietwagen oder Freizeitmöglichkeiten zu bekommen, werden aber nicht mehr die bunten Kataloge durchgeblättert, sondern Internetseiten aufgerufen.

TUI, Ruefa und andere Anbieter bieten einen übersichtlichen Internetauftritt, der die Suche der Traumziele erleichtert. Das Konzept geht auf: 61 Prozent der Trips werden heute im Online-Reisebüro gebucht, vor zehn Jahren waren es nur 18 Prozent.

In sozialen Netzwerken wird fleißig über Erfahrungen mit Airlines oder Hotels geplaudert. Postings belegen das Erlebte. Facebook, Instagram und Co. sind mittlerweile für 23 Prozent der Österreicher bei der Reiseplanung entscheidend: Das ist eine Vervierfachung seit 2006.

Online-Buchung bringt keine Zeitersparnis
Wer glaubt, dass man sich durch die neuen Technologien Zeit erspart, der irrt sich aber gewaltig. Die Interessierten sitzen stundenlang vor dem Computer oder Tablet und checken Hotel-Homepages oder Online-Offerte der Airlines. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden bei Vergleichsportalen wie Holiday Check oder Tripadvisor die Meinungen der anderen Reisenden erkundet. Für ein Drittel der Befragten ist daher die Urlaubsbuchung im Netz zeitlich aufwändiger als das Schmökern in Broschüren und Infogespräche im Reisebüro. Ein weiteres Drittel hat das Gefühl, zumindest gleich viel Zeit in die Ferienplanung zu stecken wie früher.

Österreicher verbringen Urlaub offline
So wichtig das Internet vor Antritt der Reise ist, so traditionell sind wir dann am Ferienort. In den schönsten Wochen des Jahres stehen bei den Österreichern Besichtigungen, Entspannen und Essen auf dem Programm. Angekommen, loggen sich die Erholungsbedürftigen großteils aus den sozialen Netzwerken aus - gerade einmal fünf Prozent teilen von unterwegs regelmäßig ihre Erlebnisse mit Freunden. Gepostet werden Urlaubsbilder und Reisetipps dann erst wieder daheim. Nur für die unter 24-Jährigen ist das Handy unverzichtbar.

Selbst für die Planung von Aktivitäten im Urlaubsland werden Tablet und Laptop nur selten verwendet. Einzige Ausnahme: Urlaubsgrüße aus der Ferne kommen immer öfter via SMS oder Mail. Zum Leidwesen der Post verschicken nur noch 27 Prozent der heimischen Urlauber eine Ansichtskarte. Vor zehn Jahren war es noch jeder Zweite.

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