11.05.2016 23:57 |

Abgaswerte okay?

Mitsubishis in Österreich "alle völlig korrekt"

Der Abgasskandal rund um Autos von Mitsubishi scheint an Österreich vorbeizuziehen. Jedenfalls betont der Generalimporteur für Mitsubishi in Österreich, dass die importierten Fahrzeuge des japanischen Autobauers völlig korrekt seien und nicht von den Manipulationsvorwürfen betroffen sind. "Das haben wir schriftlich", so Denzel-Vorstand Gregor Strassl am Mittwoch.

Insgesamt sind laut einem Zeitungsbericht weitaus mehr Wagen von Mitsubishi Motors als bisher angenommen von manipulierten Abgaswerten betroffen. Es gehe nicht nur um einige Hunderttausend Kleinstwagen, sondern um fast alle seit 1991 in Japan verkauften Modelle, berichtete die Tageszeitung "Asahi" am Mittwoch.

Nur drei Modelle seien nicht betroffen, schrieb das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Mitsubishi hatte Ende April zugegeben, dass seit 1991 bei Tests getrickst wurde, um bessere Verbrauchswerte zu erreichen. Genaue Angaben zur Zahl der betroffenen Autos machte der Konzern nicht und verwies auf noch laufende Untersuchungen. Zuvor hatte Mitsubishi lediglich die Zahl von 625.000 Kleinstwagen genannt, die seit dem Jahr 2013 in Japan verkauft worden waren.

Dass diese Zahl nicht das ganze Ausmaß wiedergibt, war bereits klar. Sollte der "Asahi"-Bericht zutreffen, würde dies eine drastische Ausweitung des Skandals bedeuten - mit schwerwiegenden finanziellen Folgen.

Der japanische Konkurrent Nissan, für den Mitsubishi mehr als 450.000 der betroffenen Kleinstwagen gebaut hatte, will Schadenersatz plus Zinsen und das Geld an die Kunden weiterreichen. Daneben drohen dem Konzern Klagen der eigenen Kunden sowie Strafzahlungen an die Behörden.

Zudem brach nach Bekanntwerden der Affäre die Mitsubishi-Aktie ein. Auch die Verkaufszahlen in Japan sanken nach Angaben des Konzerns um etwa die Hälfte. Mitsubishi-Präsident Tetsuro Aikawa bezeichnete die Lage schon Ende April als "sehr ernst".

Nissan-Einstieg bei Mitsubishi?
Einem anderen Bericht zufolge will Nissan groß bei Mitsubishi Motors einsteigen. Geplant sei die Übernahme von 30 Prozent der Anteile, berichtete die Zeitung "Nikkei" am Mittwoch.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter