Mo, 25. Juni 2018

"Zerhackt"

14.12.2015 09:10

Anarchos fallen über Facebook-Zentrale her

Eine Gruppe vermummter Unbekannter hat in Hamburg das Gebäude der deutschen Facebook-Zentrale beschädigt. Die 15 bis 20 Personen hätten am Samstagabend das Gebäude mit Steinen, Rauchbomben und mit Farbe gefüllten Gläsern attackiert, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Dazu wurde an eine der Außenwände der Schriftzug "Facebook Dislike" als Ablehnung des sozialen Netzwerks gesprüht. Zu der Aktion bekannte sich die anarchistische Gruppierung "real-life hacking team".

Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Fensterscheiben und die Eingangstür beschädigt. Die schwarz gekleideten und mit Sturmhauben maskierten Täter ergriffen anschließend zu Fuß die Flucht. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Zur Höhe des Sachschadens könnten noch keine Angaben gemacht werden, der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, hieß es.

In einem online veröffentlichten Bekennerschreiben bekannte sich das anarchistische "real-life-hacking-Team" zu dem Anschlag: "Als größere Gruppe selbst gewählter Freund*innen haben wir gestern am frühen Samstagabend mit reichlich Steinen und Farbe in der Hamburger Innenstadt (Caffamacherreihe 7) die Glasfront der Deutschlandzentrale von Facebook "zerhackt". Mit Rauch haben wir die Cops der nur 70 Meter entfernten Polizeiwache im Nebel gelassen", schrieben sie.

Als Motivation gaben sie den Datensammelwahn des sozialen Netzwerks sowie dessen Eingriff in die Privatsphäre an: "Alle wissen, dass Facebooks Manipulationen von Kommunikation komplett übergriffig sind. Einer staatlichen Behörde würden wir niemals widerstandslos eine solche Lenkungsmacht einräumen. (…) Die Entwicklung des Internet geht deutlich schneller voran, als sich das Bewusstsein der Menschheit für die Konsequenzen der Digitalisierung herausbildet. Schon lange wird die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung maßgeblich mitbestimmt durch das, was die Alpha-Männer von Amazon, Apple, Facebook, Google und anderen aus dem Tal der Technokratie glauben, uns zumuten zu können."

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